Da Mooca Pizza Shop in Pinheiros, Westzone von São Paulo, verspricht Überfallopfern im Viertel eine kostenlose Pizzascheibe, sofern sie einen Polizeibericht vorlegen. Die Aktion findet am Sonntag, den 25. Januar, dem Stadtjubiläum, statt, um den Dialog über die öffentliche Sicherheit anzuregen. Anwohner und der Pinheiros Residents Association planen eine friedliche Demonstration vor Ort.
Da Mooca Pizza Shop, gelegen in der Rua Fradique Coutinho in Pinheiros, hat eine Solidaritätsinitiative für Sonntag, den 25. Januar 2026, dem Jubiläum São Paulos, angekündigt. Überfallopfer im Viertel können einen Polizeibericht gegen eine kostenlose Pizzascheibe eintauschen. Die Pizzeria, sonntags von 16 bis 22 Uhr geöffnet, betont, dass die Aktion die Pizza als Symbol für Zusammenkunft und Zusammenleben nutzt, um Verbesserungen der lokalen öffentlichen Sicherheit zu diskutieren. nnDer Pinheiros Residents Association schließt sich mit einer friedlichen Demonstration am späten Nachmittag an. Diese Kampagne entsteht inmitten einer Welle von Diebstählen und Raubüberfällen, die das Viertel seit mindestens zwei Jahren plagen. Anfang Januar dieses Jahres ereigneten sich beispielsweise zwei bewaffnete Überfälle mit nur fünf Minuten Abstand auf Straßen, die 750 Meter voneinander entfernt sind. Der erste um 21:12 Uhr betraf einen Mann, der seinen Hund auf der Rua Alves Guimarães Gassi führte und von zwei bewaffneten Motorradfahrern überfallen wurde. Fünf Minuten später um 21:17 Uhr hielten zwei Kriminelle drei Personen auf der Rua Cristiano Viana fest. nnDie Rua Joaquim Antunes weist eine hohe Überfallrate auf: In der zweiten Hälfte des Vorjahres gab es vier bewaffnete Raubüberfälle in 40 Tagen. Dort starb im Januar des Vorjahres ein 23-jähriger Tourist, als er einem Überfall widerstand. Zwei Tage später drangen Banditen in ein Restaurant in der Rua Arruda Alvim ein und stahlen Handys von Dutzenden Kunden. Anwohner haben Schilder an Laternenpfähle gehängt, wie eines, das warnt: „Sie befinden sich in Pinheiros (dem gefährlichsten Viertel São Paulos), Gebiet mit hoher Rate bewaffneter Überfälle“. nnLokale Berichte zeigen, dass die meisten Verbrechen von Motorradfahrern begangen werden. Das Sicherheitssekretariat (SSP) teilte mit, dass Streifzüge neu ausgerichtet und verstärkt wurden, basierend auf Kriminalitätsindikatoren. Eine Datafolha-Umfrage im Dezember ergab, dass 16 % der Brasilianer die öffentliche Sicherheit als das Hauptproblem des Landes sehen, hinter Gesundheit (20 %) und vor der Wirtschaft (11 %). Zudem haben 72 % der Befragten aus Angst vor Gewalt ihre Routine geändert.