Die FIFA prüft das Verhalten Argentiniens, nachdem Spieler nach ihrem 2:1-Halbfinalsieg bei der Weltmeisterschaft gegen England ein Banner über die Falklandinseln gezeigt hatten. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch in Atlanta. Der Weltverband wird über mögliche weitere Schritte gemäß seinem Disziplinarreglement entscheiden.
Argentinien drehte einen Rückstand und besiegte England im Mercedes-Benz Stadium mit 2:1, um in das Finale am Sonntag gegen Spanien einzuziehen. Mehrere Spieler, darunter Lisandro Martinez und Cristian Romero, hielten während der Feierlichkeiten nach dem Spiel ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ hoch.
Die Aktion verstieß gegen die FIFA-Regeln zu politischen Botschaften. Die unabhängige Disziplinarkommission der FIFA prüft derzeit die Spielberichte und die damit verbundenen Umstände, bevor sie über mögliche Sanktionen gegen den argentinischen Fußballverband entscheidet.
Die britische Regierung und die Behörden der Falklandinseln verurteilten die Aktion. Ein Sprecher der Downing Street erklärte, dass Großbritanniens Engagement für die Falklandinseln niemals schwanken werde, während die Regierung der Inseln das Banner als unsensibel bezeichnete und die FIFA dazu aufforderte, Politik aus dem Sport herauszuhalten.
Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Argentinien musste im Jahr 2014 eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Pfund zahlen, nachdem vor einem Vorbereitungsspiel ein ähnliches Banner aufgetaucht war.