Der FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat das Niveau der Spielleitung bei der Weltmeisterschaft 2026 verteidigt. Er betonte, dass die Unparteiischen unabhängig agieren und nicht durch äußeren Druck beeinflusst werden.
Collina äußerte sich in einem von der FIFA veröffentlichten Interview nach Kritik an mehreren Entscheidungen während des Turniers in Nordamerika. Ein Fall betraf die Aufhebung der Rotsperre des US-Stürmers Folarin Balogun nach Gesprächen zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump. Ägypten äußerte sich ebenfalls verärgert nach dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen Argentinien. Die Mannschaft hinterfragte ein aberkanntes Tor, das ihnen eine 2:0-Führung eingebracht hätte. Collina erklärte, dass Video-Assistenten die gesamte Angriffsphase überprüfen und bei Fouls, wie dem Tritt von Ägyptens Marwan Attia auf den Fuß des Argentiniers Lisandro Martinez, eingreifen können. „Insgesamt sind wir zufrieden“, sagte Collina. Er fügte hinzu, dass niemand die Integrität der Offiziellen infrage stellen könne und wies jeden Vorschlag zurück, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem, einschließlich des FIFA-Präsidenten, beeinflusst werden könnten. Collina betonte, dass konstruktive Diskussionen Teil des Fußballs seien, unbegründete Anschuldigungen jedoch keinen Platz im Sport hätten.