Fifa hat einen Skandal aufgedeckt, der gefälschte Einbürgerungsdokumente für sieben Spieler der malaysischen Nationalmannschaft betrifft und Agenten sowie Beamte des Football Association of Malaysia (FAM) einbezieht. Der Untersuchungsbericht hebt drei Schlüsselfiguren und starke Beweise wie WhatsApp-Aufnahmen hervor. Der Fall löst grenzüberschreitende Strafuntersuchungen aus.
Der Skandal um gefälschte Einbürgerungsdokumente für Spieler der malaysischen Nationalmannschaft ist nach der Veröffentlichung eines 63-seitigen Untersuchungsberichts der Fifa am 19. November 2025 wieder aufgetaucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Manipulation von Daten ausländischer Spieler über administrative Verstöße hinausgeht und ein strukturiertes Netzwerk von Agenten bis hin zu Insidern der FAM umfasst.
Fifa identifiziert drei Hauptakteure: Nicolas Puppo und Frederico Moraes, zwei Agenten, die Berechtigungsunterlagen für sieben ausländische Spieler vorbereitet haben, sowie Datuk Noor Azman Rahman, den Generalsekretär der FAM, der von dem Vorgang wusste und daran beteiligt war. Die Beweise umfassen Aufnahmen von WhatsApp-Gesprächen, die die Erstellung illegaler Dokumente zeigen und Identitäten aus Brasilien, Argentinien, den Niederlanden und Spanien einbeziehen.
Die sieben betroffenen Spieler sind Gabriel Palmero, Facundo Garcés, Rodrigo Holgado, Imanol Machuca, Joao Figueiredo, Hector Hevel und Jon Irazábal. Fifa hat den Einspruch der FAM gegen Sanktionen gegen sie abgelehnt, da die Spieler keine malaysische Abstammung nach Fifa-Vorschriften haben.
Die FAM hat Azman Rahman suspendiert und ein unabhängiges Gremium für eine interne Überprüfung eingerichtet. Fifa betont jedoch die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen. „Weitere Untersuchungen sind unerlässlich, um das Ausmaß dieser Praxis und alle Beteiligten zu ermitteln“, heißt es im Fifa-Bericht. Der Skandal befleckt den Ruf des malaysischen Fußballs und eröffnet Wege für internationale Strafverfahren.