Der gewählte kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella führte Gespräche mit der Weltbank und dem IWF, um Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Gesundheit und Bildung voranzubringen. Fitch Ratings warnte vor einem Haushaltsdefizit von nahezu 7 % des BIP sowie weiteren wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich die neue Regierung gegenüber sieht.
De la Espriella traf sich mit Susana Cordeiro, der Vizepräsidentin der Weltbank für Lateinamerika und die Karibik. Bei dem Treffen wurde eine Kooperationsagenda für strategische Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Haushaltsstabilität, Gesundheit, Energie und regionale Entwicklung erörtert.
"Kolumbien ist für die Weltbank das zweitwichtigste Land in Lateinamerika und der Karibik sowie das viertwichtigste weltweit. Dieses Vertrauen muss in Investitionen, Wachstum und Chancen für alle Kolumbianer umgemünzt werden", erklärte der gewählte Präsident.
Fitch Ratings wies darauf hin, dass die neue Regierung eine Wirtschaft mit einem Haushaltsdefizit von nahe 7 % des BIP, einer Inflation über dem Zielwert der Banco de la República sowie einem niedrigen Investitionsniveau übernehmen wird. Zudem erwähnte das Analysehaus, dass die Regierung die Genehmigung von Fracking sowie die Wiederaufnahme von Lizenzen für die Kohlenwasserstofferkundung vorgeschlagen hat.