Natalia Gutiérrez, Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrates von Kolumbien, äußerte sich optimistisch über die neue Regierung von Abelardo De La Espriella und forderte klare Regeln zur Wiederbelebung von Investitionen.
Gutiérrez erklärte, dass die Unternehmen bereit seien zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen, sofern die Regierung Rechtssicherheit gewährleiste und Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Wohnungsbau und Industrie ermögliche. Sie wies darauf hin, dass die privaten Investitionen innerhalb von vier Jahren von 20,6 % auf 17 % des BIP gesunken seien, während das Wachstum hauptsächlich auf öffentlichen Ausgaben beruhte. Die Führungskraft lehnte Aufrufe zum zivilen Ungehorsam, wie sie etwa von Iván Cepeda geäußert wurden, ab und betonte, dass Differenzen innerhalb der institutionellen Rahmenbedingungen gelöst werden müssten. Zudem warnte sie vor zunehmender Erpressung in Regionen wie Huila. Bezüglich des Stromsektors erklärte Gutiérrez, dass das System durch das Phänomen El Niño Risiken ausgesetzt sei, mit Prognosen für ein Energiedefizit von -2,3 % in diesem Jahr und -4,4 % im nächsten Jahr. Sie drängte auf eine Beschleunigung von Erzeugungs- und Übertragungsprojekten sowie auf die Begleichung von Schulden gegenüber Wärmekraftwerken.