Die Stadt Frankfurt ermöglicht 8000 Kindern aus einkommensschwachen Familien den Besuch des Weihnachtsmarkts durch Gutscheine im Wert von bis zu 20 Euro. Die Initiative zielt auf Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren mit einem Frankfurt-Pass ab. Sie soll sicherstellen, dass kein Kind vom Weihnachtsgeschehen ausgeschlossen wird.
Frankfurt startet eine Initiative, um den Weihnachtsmarkt für alle zugänglich zu machen. Rund 8000 Jungen und Mädchen mit einem Frankfurt-Pass erhalten automatisch Gutscheine, die sie für Fahrten auf Karussells oder den Kauf von Essen und Getränken auf dem neuen Kinder-Weihnachtsmarkt einlösen können. Die Gutscheine im Wert von bis zu 20 Euro gelten an Ständen des Kinder-Weihnachtsmarkts am Mainkai sowie an Karussells auf dem großen Weihnachtsmarkt an Hauptwache, Paulsplatz und Römerberg.
Das Sozialdezernat der Stadt teilte mit, dass die Aktion Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren anspricht. «Damit können sie für bis zu 20 Euro Karussell fahren oder auf dem Kinder-Weihnachtsmarkt Essen und Getränke kaufen», hieß es in der Mitteilung. Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl von den Grünen betonte: «Diese Aktion ist Teil unseres breit angelegten Bündnisses gegen Kinder- und Jugendarmut. Wie Kinder aufwachsen, darf nicht davon abhängen, wie viel ihre Eltern verdienen.»
Der Kinder-Weihnachtsmarkt am Mainkai, östlich des Eisernen Stegs, lädt bis zum 22. Dezember zu kreativen Aktivitäten ein, darunter das Verzieren von Lebkuchen, das Basteln von Dekorationen, ein Weihnachtsweltzelt, Stockbrot und Kinderpunsch. Nina Malaviya von der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF) erklärte: «Der Frankfurter Weihnachtsmarkt soll ein Fest für alle sein. Diese Initiative zum neuen Kinder-Weihnachtsmarkt sorgt dafür, dass kein Kind in Frankfurt vom Weihnachtsgeschehen ausgeschlossen wird.»
Der Frankfurt-Pass richtet sich an Personen mit geringem Einkommen und erstem Wohnsitz in der Stadt. Er bietet Vorteile wie freien oder ermäßigten Eintritt in städtische Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie vergünstigte Deutschlandtickets. Nach einer Anhebung der Einkommensgrenze um 25 Prozent zu Jahresbeginn haben nun etwa 160.000 Menschen Anspruch darauf. Die Gutscheine werden ohne Antrag automatisch versendet.