Das französische Office antistupéfiants (Ofast) hat die Ausmaße des Drogenhandels in einem vertraulichen Bericht analysiert. Das Dokument gibt an, dass in den ersten zehn Monaten von 2025 70 Tonnen Kokain beschlagnahmt wurden, ein Anstieg um 30 % gegenüber 2024. Zusätzlich wurden 96 Tonnen Cannabis in demselben Zeitraum abgefangen.
Französische kriminelle Gruppen haben ein formidables pyramidenförmiges System aufgebaut, so ein Situationsbericht des Office antistupéfiants (Ofast). Dieser vertrauliche Bericht, der sich auf das Bedrohungslevel im Jahr 2025 konzentriert, wurde mit Beiträgen von über dreißig französischen Diensten erstellt und teilte mit Le Figaro die alarmierenden Zahlen zu Drogenbeschlagnahmungen.
In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 70 Tonnen Kokain beschlagnahmt, ein Anstieg um 30 % gegenüber den 53,5 Tonnen, die 2024 abgefangen wurden, einem bereits rekordverdächtigen Jahr. Beim Cannabis wurden 96 Tonnen konfisziert, was fast den 100 Tonnen des Vorjahres entspricht. Das Ofast, eine spezialisierte Einheit der Nationalen Direktion der Justizpolizei, zielt auf die oberen und mittleren Ebenen dieser Netzwerke ab.
Das Dokument skizziert die 'unerbittlichen Mechanismen', die von diesen kriminellen Organisationen etabliert wurden und das ganze Land zerfressen. Begriffe wie 'Kartellisierung', 'Mexicanisierung', 'Narco-Homicides' oder 'Sicarios' unterstreichen das Ausmaß des Phänomens, obwohl der Jargon nicht mehr ausreicht, um es zu erfassen. Separat kritisiert eine Analyse das Narkoverkehrs-Gesetz vom 21. Juli 2025, das trotz Fortschritten die 'Mafias' nicht explizit benennt, im Gegensatz zum italienischen Ansatz von 1982. Ein anonymer Richter bedauert: 'Wir hätten unseren Mafias direkt in die Augen schauen und das Totenglöckchen läuten sollen. Aber wir weigerten uns, das Übel zu benennen.' Gruppen wie DZ Mafia oder Ben Faïza werden als mafiose Beispiele genannt, mit rund 300 'Ndrangheta-Mitgliedern in Frankreich.