Gamespot-autorin fordert mutigere ansätze bei videospiel-remakes

In einem kürzlich erschienenen GameSpot-Artikel argumentiert die Kritikerin Heidi Kemps, dass moderne Remakes, einschließlich der HD-2D-Versionen von Dragon Quest I und II, an Ambition mangeln, indem sie zu eng an den Originalgeschichten festhalten. Sie fordert transformierendere Änderungen, um Kreativität zu steigern, während Kern-Elemente erhalten bleiben. Kemps hebt Beispiele wie Final Fantasy VII Remake als positives Modell für Innovation hervor.

Kritik an jüngsten remakes

Heidi Kemps, freie Autorin für GameSpot, äußert Frustration über den Trend treuer Remakes in ihrem Meinungsstück vom 24. November 2025. Sie bemerkt, dass Titel wie Live A Live und Romancing SaGa 2 erfolgreich breitere Zielgruppen erreicht haben, viele Remakes jedoch über aktualisierte Grafik und geringfügige Gameplay-Anpassungen nicht hinaus innovieren. Dieser Ansatz, so ihr Argument, grenzt an Remastering statt echter Neugestaltung und führt zu vorhersehbaren Erzählungen und Mechaniken.

Fokus auf Dragon Quest I und II HD-2D

Kemps verwendet das kürzlich erschienene Dragon Quest I und II HD-2D Remake als zentrales Beispiel. Das Spiel behält die einfache Handlung des Originals bei – ein Held rettet eine Prinzessin und besiegt den Dragonlord – ergänzt aber oberflächliche Elemente wie namenlose Soldaten und eine leicht erweiterte romantische Nebenhandlung mit Prinzessin Gwaelin. Diese Ergänzungen, sagt sie, erzeugen ungenutztes Potenzial für tiefere Charakterentwicklung oder neue Mechaniken wie temporäre NPC-Begleiter, ohne das Solo-Abenteuer-Format zu verändern. Sie lobt kleinere Änderungen wie neue Bereiche und Boss-Kämpfe, kritisiert jedoch die Treue zu den originalen Story-Beats, was zu hohlen Cutscenes und Dialogen führt.

Im Gegensatz dazu schneidet Dragon Quest II HD-2D besser ab mit Ergänzungen wie einem neuen spielbaren Charakter und erweiterten Orten, bleibt jedoch etwas zurückhaltend.

Breitere implicationen und beispiele

Ihre Kritik erweiternd, weist Kemps auf andere Remakes wie Resident Evil 4, Super Mario RPG für Switch, Metal Gear Solid Delta und Persona 3 Reload hin, die sie als solide, aber unabenteuerlich betrachtet. Sie schlägt vor, alternative Konzepte aus der Entwicklungs-geschichte zu erkunden, wie frühe Ideen für Resident Evil 4, um frische Erlebnisse zu bieten. Aus anderen Medien ziehend, vergleicht sie dies mit vielfältigen Adaptionen von Geschichten wie Superman oder The Lord of the Rings und betont, dass Originale unversehrt bleiben.

Kemps hebt Final Fantasy VII Remake und seine Fortsetzung Rebirth hervor, die bekannte Handlungen kühn verdrehen und faszinierende Debatten unter Fans auslösen. Zukunftsweisend äußert sie Hoffnung für kommende Projekte wie Danganronpa 2x2 mit alternativer Storyline, Yakuza Kiwami 3 mit neuem Schurken-Szenario und Dragon Quest VII Reimagined, um mehr kreative Freiheit zu nutzen. Letztlich glaubt sie, dass Remakes Treue mit Überraschung ausbalancieren sollten, um Spieler neu zu fesseln.

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