Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien im Paarlauf-Kurzprogramm mit 80,01 Punkten die Führung übernommen. Die Vizeweltmeister zeigten eine fehlerfreie Tango-Vorstellung und führen vor der Kür am Montag mit 4,55 Punkten Vorsprung. Sie träumen weiter von Gold, nach einer starken Leistung ohne Nerven.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat das deutsche Paarlauf-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin im Eiskunstlauf-Kurzprogramm überzeugt. Die 26-Jährigen, die seit mehr als drei Jahren zusammen laufen und in Berlin trainieren, präsentierten eine fehlerfreie Tango-Routine und erhielten dafür 80,01 Punkte. Als Vizeweltmeister und Europameister von 2025 zeigten sie im Gegensatz zu anderen Favoriten keine Nerven und übernahmen die Führung.
Hase äußerte nach der Leistung: «Wir sind sehr glücklich über den ersten Part, aber die großen Emotionen sparen wir uns noch auf.» Vor dem Wettbewerb hatte sie gesagt: «Wir besinnen uns darauf, was wir beeinflussen können» – und das gelang. Der gebürtige Russe Volodin erhielt erst im vergangenen Jahr den deutschen Pass, der für die Olympia-Teilnahme notwendig war. Im Vergleich zur Europameisterschaft im britischen Sheffield vor einem Monat, wo sie mit Fehlern nur den zweiten Platz hinter Anastasia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien erreichten, wirkten sie stark verbessert.
Zweitplatziert liegen Metelkina/Berulawa mit einem Rückstand von 4,55 Punkten, gefolgt von den Kanadiern Lia Pereira und Trennt Michaud mit 74,60 Punkten. Das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel landete mit 67,52 Punkten auf dem elften Rang nach einer soliden Vorstellung ohne grobe Fehler. Die letzte deutsche Goldmedaille im Paarlauf gewannen Aljona Savchenko und Bruno Massot vor acht Jahren in Pyeongchang mit einer starken Kür. Ähnlich wie damals benötigen Hase/Volodin für den Olympiasieg eine überzeugende Fre skate, die am Montag um 20 Uhr ausgetragen wird und live auf ARD und Eurosport zu sehen ist.
Der Fokus der deutschen Medaillenhoffnungen lag klar auf Hase/Volodin, die alles auf die Spiele ausgerichtet hatten. Ihre saubere Darbietung lässt sie vom großen Coup träumen.