Die kenianische Zentralregierung hat Pläne zur Beschaffung von Land für kritische Infrastrukturprojekte skizziert, einschließlich der Erweiterung der Standard Gauge Railway, der Ölentwicklung im Turkana County und des Mwache-Multizweckstaudamms im Kwale County. Betroffene Landbesitzer müssen Schadensersatzansprüche vor öffentlichen Untersuchungen einreichen. Diese Initiativen zielen darauf ab, das Wirtschaftswachstum durch verbesserten Transport, Energie und Wasserversorgung zu unterstützen.
Die kenianische Regierung hat durch die National Lands Commission (NLC) Prozesse zur Beschaffung von Land für mehrere große Projekte eingeleitet. Für die Standard Gauge Railway (SGR) umfassen die Pläne die Sicherung eines kleinen Grundstücks im Kajiado County für Phase 2A (Nairobi–Naivasha), wobei die Beteiligten Eigentumsdokumente und Schadensersatzansprüche vor einer bevorstehenden Untersuchung einreichen müssen. Zusätzlich wird zusätzliches Land entlang des Korridors der Phase I Mombasa-Nairobi beschafft, mit einer öffentlichen Untersuchung, die geplant ist, um Ansprüche der Landbesitzer zu behandeln.
Im Turkana County zielt die Landakquise auf das Upstream-Ölprojekt im South Lokichar Basin ab. Grundstücke sind für Weide- und Wohnnutzung in den Gemeinschaften Nakukulas und Kapese sowie für Ölfelder, Wasserstellen, Flugstreifen und zugehörige Infrastruktur vorgesehen. Dies unterstützt die Entwicklung des aufstrebenden Ölsystems Kenias.
Für den Mwache-Multizweckstaudamm im Kwale County sucht die Regierung Land für den oberen Kontrolldamm und zugehörige Straßen, was Dörfer in der Region mit unterschiedlichen Parzellengrößen betrifft. Getrennt davon sind 49 Parzellen für das Nyali Bridge-Mtwapa-Kwa Kadzengo-Kilifi Road-Projekt vorgesehen, das von der Kenya National Highways Authority (KeNHA) beaufsichtigt wird. Die NLC plant, acht Parzellen zu löschen, 19 andere hinzuzufügen und 22 zuvor angepasste zu korrigieren.
NLC-Vorsitzender Gershom Otachi erklärte, dass diese Änderungen im Namen von KeNHA vorgenommen werden. Gemeindemitglieder und Unternehmen werden angewiesen, schriftliche Ansprüche, Ausweise und Eigentumsdokumente für die Anhörungen bereitzustellen. Diese Akquisitionen unterstreichen den Drang der Regierung nach Infrastruktur, um die nationale Entwicklung voranzutreiben, obwohl sie Bedenken hinsichtlich Vertreibung und fairer Entschädigung für die betroffenen Bewohner aufwerfen.