Die indische Regierung hat die Zollgebühren für Gold, Silber und Platin erhöht, um die Importe zu drosseln und die Devisenreserven angesichts steigender Ölpreise infolge des Konflikts in Westasien zu schonen.
Die Regierung kündigte die Erhöhung am Mittwoch an und hob den Zoll auf Gold und Silber von 6 Prozent auf 15 Prozent sowie auf Platin von 6,4 Prozent auf 15,4 Prozent an. Der Schritt folgt auf den jüngsten Appell von Premierminister Narendra Modi an die Bürger, nicht notwendige Auslandsausgaben zu reduzieren und stattdessen lebenswichtige Güter wie Energie und Düngemittel zu priorisieren.
Die Goldimporte erreichten im Zeitraum 2025-26 ein Volumen von 71,98 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Silberimporte um 149 Prozent auf 12,05 Milliarden US-Dollar in die Höhe schnellten. Offizielle Stellen verwiesen auf die Notwendigkeit, das Leistungsbilanzdefizit zu kontrollieren, da die Preise für Brent-Rohöl seit Februar um 48 Prozent auf 107,77 US-Dollar pro Barrel gestiegen sind.
Gold-ETFs reagierten umgehend auf die Ankündigung, wobei die meisten am Mittwoch um etwa 7 Prozent zulegten. Der Mirae Asset Gold ETF verzeichnete ein Plus von mehr als 8 Prozent auf 146 ₹ pro Anteil. Analysten erwarten weiter steigende Preise, da die Zollerhöhung physische Käufe verteuert.