Die französische Regierung wird einen Änderungsantrag einbringen, um lange Berufswege in die Aussetzung der Rentenreform einzubeziehen, als Reaktion auf Forderungen der Linken. Dieses Maßnahme wird am Mittwoch in der Nationalversammlung debattiert. Die Annahme des Einnahmeabschnitts des PLFSS am Samstag ermöglicht die Fortsetzung der Debatten.
Am Samstag, dem 8. November 2025, hat die Nationalversammlung mit 176 Stimmen gegen 161 und 58 Enthaltungen den Einnahmeabschnitt des Gesetzesentwurfs zur Finanzierung der Sozialversicherung (PLFSS) für 2026 angenommen. Diese knappe Abstimmung ermöglicht es den Abgeordneten, die Prüfung des Textes fortzusetzen, wobei der Schlüsselsatz zur Aussetzung der Rentenreform im Visier steht, eine große Zugeständnis des Premierministers Sébastien Lecornu, um eine Zensur durch die Parti Socialiste (PS) zu vermeiden.
Diese Aussetzung, die den Kalender für die Verschiebung des Rentenanspruchsalters ändert, soll am Mittwoch, dem 12. November, nach einer 48-stündigen Unterbrechung für die Gedenkfeiern am 11. November geprüft werden. Im Ausschuss wurde sie am 31. Oktober mit Mehrheit der abgegebenen Stimmen genehmigt. Der Ausgang in der Sitzung bleibt jedoch ungewiss, und es ist nicht garantiert, dass der gesamte PLFSS bis Mittwochabend debattiert wird. Falls nicht, wird die Regierung dem Senat die Version mit allen angenommenen Änderungen übermitteln.
Am Montag kündigte die Regierungssprecherin Maud Bregeon auf BFM-TV an, dass bis Mittwoch ein Änderungsantrag eingebracht wird, um die Aussetzung auf lange Berufswege auszudehnen, wie von Ökologen und Kommunisten gefordert. In dieser Phase betrifft die Aussetzung nur das allgemeine Regime, eine Bedingung, die der PS zur Vermeidung einer Zensur der Regierung stellte. Der Änderungsantrag wird die betroffenen Gruppen detaillieren, und das Parlament wird entscheiden.
Letzte Woche erklärte der Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou, dass das Matignon 'offen dafür sei, den Umfang der betroffenen Personen zu erweitern', insbesondere für lange Berufswege. Die Annahme wird weitgehend von Enthaltungen abhängen. Frau Bregeon warnte die Oppositionen: 'Steuern und Abgaben können nicht immer und überall die Antwort auf alles sein.' Sie ist zu alternativen Maßnahmen zum Anstieg der medizinischen Eigenbeteiligungen bereit, die durch Einsparungen und nicht durch neue Steuern finanziert werden.