Grigor Dimitrow hat sich vor seiner Vorbereitung auf Wimbledon kritisch über das Ranglistensystem der ATP geäußert. Der Bulgare, der derzeit auf Platz 169 geführt wird, erhielt nach einem schwierigen Comeback nach einer Verletzung eine Wildcard.
Der 35-jährige Dimitrow bezeichnete das System in einem Interview mit Punto de Break als unfair. Er merkte an, dass Punkte nach Niederlagen schnell verloren gehen und verletzte Spieler ohne geschütztes Ranking mit einem steilen Abstieg konfrontiert sind.
Der ehemalige Weltranglistendritte erreichte in der Vergangenheit das Halbfinale von Wimbledon, verteidigt bei diesem Turnier nun aber nur 200 Punkte. Er reist nach einem Viertelfinal-Aus bei einem Challenger-Turnier in Dublin an.
Dimitrow soll vor seiner Rückkehr in den All-England Club noch bei den Mallorca Championships antreten. Er sagte, er sei dankbar für die Wildcard und konzentriere sich auf die Gegenwart statt auf vergangene Verletzungen.
Ähnliche Bedenken bezüglich der Ranglisten wurden in den vergangenen Jahren bereits von Spielern wie Daniil Medvedev und Roger Federer geäußert.