Hamas-Bild in Werbung für Gothenburg-Demonstration verwendet

Organisatoren einer geplanten pro-palästinensischen Demonstration in Göteborg nutzen ein Plakat mit Symbolen von als terroristisch eingestuften Gruppen wie Hamas und PFLP. Experten identifizieren die Bilder als mit diesen Organisationen verbunden, während die Organisatoren die Wahl mit Verweis auf Widerstand gegen die Besatzung verteidigen. Die Veranstaltung ist Teil laufender Proteste gegen den Krieg in Gaza.

Seit über zwei Jahren finden in ganz Schweden, einschließlich Göteborg, Demonstrationen gegen den Krieg in Gaza und zur Unterstützung Palästinas statt. Eine neue pro-palästinensische Kundgebung ist für Sonntag auf dem Gustav Adolfs torg geplant, organisiert von den Gruppen Floden und Samidoun.

Das Plakat für die Veranstaltung, das in sozialen Medien geteilt wurde, zeigt die Logos der Organisatoren sowie Texte wie „lang lebe der Widerstand“ und „Widerstand ist ein legitimes Recht, wenn das Volk unter Besatzung steht“. Das Bild zeigt bewaffnete und vermummte Personen mit Symbolen auf Mützen und Stirnbändern. Der Nahost-Analyst Aron Lund von der Totalförsvarets forskningsinstitut (FOI) hat die Bilder untersucht und identifiziert sie wie folgt: „Die Person mit der schwarzen Mütze gehört zu den Mujahedin-Bataillonen. Der Kollege rechts mit dem grünen Stirnband ist von Hamas, und neben ihm mit dem roten Stirnband steht ein Mann von PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine)“. Er fügt hinzu, dass „Hamas und PFLP schon lange auf europäischen Terrorlisten stehen“.

Samidoun Göteborg antwortet per E-Mail an Dagens Nyheter: „Ja, wir finden, es ist an der Zeit, offene Unterstützung für die Widerstandsgruppen zu zeigen, die für die Befreiung Palästinas kämpfen und gegen einen langwierigen und abscheulichen Völkermordkrieg“. Das Netzwerk erklärt, dass die Organisationen „oft falsch dargestellt und missverstanden werden in westlichen Medien“ und dass es „bedingungslos in Solidarität mit ihrem Kampf steht“. Floden klärt, dass die Bildwahl keine Unterstützung für spezifische Organisationen impliziert, sondern dass westliche Terrorstempel „oft ohne Berücksichtigung des vollen politischen und historischen Kontexts erfolgen“.

Dagens Nyheter berichtete erstmals über das Plakat am 22. November 2025.

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