Die International Finance Corporation beging am 19. Mai 2026 an den Pyramiden von Gizeh ihr fünfzigjähriges Bestehen in Ägypten und bekräftigte dabei ihre Unterstützung für die Wirtschaftsreformen und das Wachstum des Privatsektors des Landes.
Die International Finance Corporation und die Weltbankgruppe veranstalteten das Jubiläumstreffen, um ihre langjährige Partnerschaft mit Ägypten zu würdigen. Ethiopis Tafara, Vizepräsident der IFC für Afrika, merkte an, dass die erste Investition im Land im Jahr 1976 eine Zuweisung von 5 Millionen US-Dollar an eine Keramikfabrik außerhalb von Kairo war. Er bezeichnete die Exportwettbewerbsfähigkeit, klimafreundliche Investitionen und die regionale Integration als Prioritäten für die nächste Entwicklungsphase.
Während der Veranstaltung gab die IFC bekannt, dass sie seit 1976 mehr als 10 Milliarden US-Dollar in fast 300 Projekte in Sektoren wie Energie, Agrarwirtschaft und Finanzmärkte investiert und mobilisiert hat. Ein neues Finanzierungsabkommen über 40 Millionen US-Dollar wurde mit der Nile Sugar Company unterzeichnet, um den Zuckerrübenanbau in Minya zu unterstützen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern.
Ägyptische Regierungsvertreter skizzierten die laufenden Reformen. Der Minister für Investitionen und Außenhandel, Mohamed Farid, sagte, die Regierung arbeite daran, die Dauer für Kapitalerhöhungen zu verkürzen und die Betriebsgenehmigungen über alle Behörden hinweg zu vereinheitlichen. Industrieminister Khaled Hashem erklärte das Ziel, bis 2035 durch die Integration von Lieferketten zu den weltweit führenden fünf Akteuren in sieben Industriesektoren zu gehören.
Das Treffen diente auch als Abschied für den in den Ruhestand gehenden IFC-Divisionsdirektor Cheikh Oumar Sylla, der das Programm zur Monetarisierung von Vermögenswerten leitete. Er sagte: „Ägypten hatte die Vision. Die IFC hat die Werkzeuge. Und gemeinsam haben wir etwas aufgebaut, das uns beide überdauern wird.“