Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi traf sich am Montag in Kairo mit dem OECD-Generalsekretär Mathias Cormann, um die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Ägyptens Reformprogramm zu erörtern. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Förderung der Beteiligung des Privatsektors und die Gewinnung von Investitionen. Cormann würdigte Ägyptens Rolle bei der regionalen Stabilität.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi traf am Montag in Kairo mit dem OECD-Generalsekretär Mathias Cormann zusammen, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen. Al-Sisi drückte seine Wertschätzung für die laufende Zusammenarbeit mit der OECD aus, insbesondere durch das 2021 gestartete Länderprogramm. Er betonte den Ausbau der Partnerschaft in den Bereichen Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Regierungsführung, um Ägyptens wirtschaftliche und institutionelle Reformen zu unterstützen.
Al-Sisi hob die Bemühungen hervor, die Rolle des Privatsektors durch verbesserte Regulierungsrahmen sowie Prioritäten beim sozialen Schutz zu stärken. Dazu gehören Wohnraum für 350.000 Familien mit über 300.000 Einheiten, Gesundheitsprogramme und die Initiative „Decent Life“, die auf über 50 Millionen Bürger ausgerichtet ist. Er wies auf einen Rückgang der Einnahmen aus dem Suezkanal um 10 Milliarden US-Dollar aufgrund von Störungen im Roten Meer im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt hin und erwähnte, dass Ägypten etwa 10 Millionen vertriebene ausländische Staatsangehörige beherbergt.
Im Rahmen begleitender Veranstaltungen gab Planungsminister Ahmed Rostom ein Wirtschaftswachstum von 5,3 % in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres bekannt, gegenüber 2,4 % im Geschäftsjahr 2023/24 und 4,4 % im Geschäftsjahr 2024/25. Der Vorsitzende der SCZone, Walid Gamal El-Din, teilte Cormann mit, dass die Investitionen in diesem Geschäftsjahr 7,1 Milliarden US-Dollar erreicht hätten, gegenüber zuvor 4,4 Milliarden US-Dollar, mit insgesamt 16 Milliarden US-Dollar aus 28 Ländern über einen Zeitraum von drei Jahren und neun Monaten.
Cormann lobte die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Ägyptens angesichts globaler Herausforderungen und bekräftigte das Interesse der OECD, die Beziehungen durch das Länderprogramm, das 35 Projekte mit 20 ägyptischen Einrichtungen umfasst, zu vertiefen. Sein Besuch beinhaltete eine Besichtigung des Hafens von Sokhna und des Air-Liquide-Werks, wobei der Schwerpunkt auf Hafenpolitik, Steuersystemen und Infrastruktur-Governance lag.