Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi empfing am Dienstag den finnischen Präsidenten Alexander Stubb in Kairo, um Wege zur Stärkung der Wirtschafts- und Investitionskooperation sowie wichtige regionale Entwicklungen im Nahen Osten zu erörtern. Beide Staatschefs äußerten ihre Wertschätzung für die bilateralen Beziehungen und ihr Interesse am Ausbau von Partnerschaften in verschiedenen Sektoren.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi empfing den finnischen Präsidenten Alexander Stubb anlässlich eines offiziellen Besuchs in Kairo, wie aus einer Erklärung des ägyptischen Präsidialamtes hervorgeht. Die Staatschefs führten bilaterale Gespräche, gefolgt von einer erweiterten Sitzung mit ihren Delegationen. Al-Sisi drückte Ägyptens Wertschätzung für die Beziehungen zu Finnland aus und betonte die Bedeutung des Ausbaus der Zusammenarbeit in Handel und Investitionen sowie die Stärkung der Verbindungen zwischen den Geschäftswelten beider Länder. Stubb wurde von einer Delegation finnischer Wirtschaftsführer begleitet, was Finnlands Interesse an einer Ausweitung der Investitionen in Ägypten unterstreicht. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz sagte Al-Sisi, beide Seiten hätten vereinbart, neue Partnerschaftsbereiche zu erschließen, darunter Informations- und Kommunikationstechnologie, digitale Transformation, erneuerbare Energien, Bildung, Gesundheitswesen und fortgeschrittene Industrien. Die Gespräche befassten sich auch mit der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, wobei Al-Sisi die strategische Partnerschaft und die unterstützende Rolle Finnlands hervorhob. In regionalen Fragen betonte Al-Sisi die Notwendigkeit einer Koordinierung zur Erreichung von Stabilität. Er bekräftigte Ägyptens Ablehnung von Angriffen auf arabische Staaten und betonte die Unterstützung der Sicherheit der Golfstaaten als Teil der eigenen nationalen Sicherheit. Sie erörterten die Entwicklungen in Gaza, wobei Al-Sisi die Einhaltung eines Waffenstillstands, die Umsetzung der zweiten Phase eines von den USA vorgeschlagenen Plans und den dauerhaften Zugang für humanitäre Hilfe forderte. Er bekräftigte die Ablehnung von Versuchen zur Vertreibung der Palästinenser und betonte die Zwei-Staaten-Lösung als Weg zum Frieden. Die Diskussionen erstreckten sich auch auf den Sudan, den Libanon und Libyen, wobei die Unterstützung für einen Waffenstillstand im Sudan und die territoriale Integrität des Landes bekräftigt wurden. Stubb äußerte seine Wertschätzung für die bilateralen Beziehungen und Finnlands Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit sowie an den laufenden Konsultationen mit Kairo zu regionalen und internationalen Themen. Beide Seiten stellten eine weitgehende Übereinstimmung und ein erhebliches Potenzial für eine erweiterte Zusammenarbeit fest.