Ägypten diskutiert Wasserkooperation mit Finnland, Deutschland und Geneva Water Hub

Der ägyptische Minister für Wasserressourcen und Bewässerung, Hany Sewilam, führte bilaterale Gespräche mit Vertretern aus Finnland, Deutschland und dem Geneva Water Hub im Rahmen einer hochrangigen Vorbereitungssitzung für die UN-Wasserkonferenz in Senegal. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit bei Wasserfragen angesichts der Belastungen durch den Klimawandel. Beide Seiten einigten sich auf die Notwendigkeit eines wissenschaftsbasierten Dialogs, um Vertrauen und nachhaltiges Management zu fördern.

In Gesprächen mit dem finnischen Wasserbeauftragten Antti Rautavaara lobte Sewilam die starke Koordination zwischen Ägypten und Finnland in den interaktiven Dialogen der UN-Wasserkonferenz und würdigte die Rolle Finnlands bei der Förderung des Vertrauensaufbaus und glaubwürdiger Zusammenarbeit zwischen Staaten. Beide Seiten betonten die wachsende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei Wasserfragen, da Klimawandel und zunehmende Ressourcenbelastungen globale Herausforderungen verschärfen. Sie waren sich einig, dass wissenschaftsbasierter Dialog und Wissensaustausch für nachhaltiges Wassermanagement und regionale Stabilität unerlässlich sind. Die Diskussionen hoben auch die Notwendigkeit hervor, die einzigartigen Merkmale unterschiedlicher Flussbecken zu respektieren und nationale Entwicklungsbedürfnisse mit Prinzipien internationaler Zusammenarbeit auszugleichen – insbesondere bei der Bewältigung grenzüberschreitender Wasserherausforderungen, ohne die Rechte der Staaten oder die Interessen ihrer Völker zu beeinträchtigen. In einem separaten Treffen mit Mark Zeitoun, dem Direktor des Geneva Water Hub, wies Sewilam auf die laufende Zusammenarbeit bei der Ausbildung und Kapazitätsaufbau für Beamte zu Nil-Wasserangelegenheiten hin. Er äußerte das Ziel Ägyptens, dies zu einer langfristigen institutionellen Partnerschaft auszubauen, einschließlich Train-the-Trainer-Programmen und der Entwicklung gemeinsamer Initiativen in Kooperation mit dem African Centre for Water and Climate Adaptation (PACWA), mit potenzieller Ausweitung auf den gesamten afrikanischen Kontinent. Sewilam traf sich auch mit dem stellvertretenden deutschen Umweltminister, wobei der Fokus auf der Umsetzung internationaler Wasserzusagen in konkrete Umsetzungspfade lag. Er forderte Unterstützung durch gezielte Finanzierung, technische Hilfe, effektive Überwachungsinstrumente und verbesserte Transparenzmechanismen. Der Minister betonte ferner die Stärkung der Überwachungsrolle von UN-Water und die Erweiterung des Mandats und der Ressourcen des Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für Wasser. Er drängte auf eine umfassende Überprüfung des globalen Fortschritts hin zum Nachhaltigen Entwicklungsziel 6 zu Wasser und Sanitär, um die internationale Wasseragenda nach 2030 zu informieren.

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