Ägypten strebt eine Ausweitung privater Sektorinvestitionen und konzessionaler Finanzierungen für Meerwasserentsalzungsprojekte durch Koordination mit internationalen Finanzinstituten an, so die Ministerin für Planung, Wirtschaftsentwicklung und Internationale Kooperation. Ministerin Rania Al-Mashat führte ein erweitertes Treffen mit Vertretern globaler Institutionen durch, um technische Unterstützung und Finanzmittel für Public-Private-Partnerships zu mobilisieren. Die Gespräche drehten sich um den Wassersäule der nationalen NWFE-Plattform zur Stärkung der Klimafestigkeit.
Ministerin Rania Al-Mashat berief am 28. Dezember 2025 ein erweitertes Treffen ein, um nachhaltige Infrastruktur zu besprechen und Vertreter der International Finance Corporation (IFC), der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) sowie der African Development Bank (AfDB) zusammenzubringen. Unter der Leitung von Premierminister Mostafa Madbouly sollten technische Unterstützung und Finanzmittel mobilisiert werden, um die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen durch Public-Private-Partnerships zu verbessern.
„Der Wassersektor stellt einen Schlüsselpfeiler der Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen und Entwicklungspartnern dar“, sagte Al-Mashat und betonte, dass gemeinsame Anstrengungen eine stärkere Beteiligung des Privatsektors im Einklang mit den Entwicklungs prioritäten der Regierung fördern sollen.
Am Treffen nahmen hochrangige Vertreter der Französischen Entwicklungsbank (AFD), der Japan Bank for International Cooperation (JBIC), der KfW Entwicklungsbank und der Japan International Cooperation Agency (JICA) teil. Auch der Egypten-CEO von ACWA Power, Hussein Amin, sowie Delegierte von Proparco und der regionale Leiter für nachhaltige Infrastruktur der EBRD, Gonzalo Correa, waren anwesend.
Al-Mashat wies auf frühere Zusammenarbeiten hin, die große Projekte wie das Bahr El-Baqar-Abwassersystem – eine der weltweit größten Anlagen – und das Al-Mahsama-Kraftwerk ermöglicht haben, die behandeltes Wasser zur Erweiterung landwirtschaftlicher Flächen im Sinai liefern.
Die Regierungsstrategie baut auf einem Partnerschaftsabkommen von 2023 zwischen IFC, EBRD und dem Sovereign Fund Ägyptens auf, das technische Beratungsleistungen für vier Meerwasserentsalzungsanlagen bietet. Diese sollen zunächst 335.000 Kubikmeter sauberes Wasser pro Tag produzieren und auf 650.000 Kubikmeter in der Provinz Matrouh und an der Nordküste ausgebaut werden, um die Ägyptens Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 zu unterstützen.
Weitere Teilnehmer waren der Länderleiter der AfDB Abdelrahman Diaw, die Direktorin der AFD Clemence Vidal, der Länderleiter der IFC für Ägypten Saad Sabra und die stellvertretende Leiterin der EBRD Reem El Saady.