Ägypten hat erklärt, dass es alle vom Völkerrecht garantierten Maßnahmen ergreifen wird, um die existenziellen Interessen seines Volkes zu schützen, und lehnt einseitige Aktionen im östlichen Nilbecken ab. Diese Erklärung kam von den Außen- und Bewässerungsministern nach einem Treffen zur Koordination der regionalen und internationalen Wasserpolitik. Sie bekräftigten ihr Engagement, die Wassersicherheit Ägyptens zu verteidigen, während sie eine enge Koordination zwischen ihren Ministerien aufrechterhalten.
Am Mittwoch, dem 7. Januar 2026, äußerten der Minister für Wasserressourcen und Bewässerung Hani Sewilam und der Außenminister Badr Abdelatty bei einem Treffen zur Abstimmung der Wasserpolitiken die enge Überwachung regionaler Entwicklungen durch Kairo. Sie betonten Ägyptens Hingabe an Kooperation und gegenseitige Vorteile mit allen Ländern des Nilbeckens und beharrten darauf, dass die Entwicklungsinteressen benachbarter Staaten verfolgt werden müssen, ohne die Wassersicherheit Ägyptens zu beeinträchtigen, im Einklang mit dem Völkerrecht und etablierten Nil-Rahmenwerken. Die Minister überprüften die jüngsten Fortschritte im Konsultationsprozess der Nile Basin Initiative (NBI), der darauf abzielt, Konsens und Inklusivität unter den Mitgliedern wiederherzustellen. Sie hoben Ägyptens langjährige Unterstützung für die Entwicklung im südlichen Nilbecken durch ein Finanzierungsmechanismus von 100 Millionen US-Dollar für Studien und Projekte hervor, unterstützt von der Egyptian Agency of Partnership for Development und der Egyptian Initiative for the Development of Nile Basin Countries. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Kooperation zu stärken und die Nutzung von Wasserressourcen durch gemeinsame Projekte und Ausbildungsprogramme in Ländern wie Sudan, Südsudan, Kenia, Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania zu optimieren. Die Gesamtausgaben für diese Bemühungen haben 100 Millionen US-Dollar erreicht und umfassen Infrastruktur und technische Unterstützung. Im Südsudan hat Ägypten 28 solarbetriebene Grundwasserpumpstationen, zwei Flussschuppen, vier Bodentanks und ein Labor für Wasserqualitätsanalysen gebaut, mit einem laufenden Regenvorhersagezentrum. Kenia erhielt 180 gebohrte Grundwasserbrunnen; Tansania 60 Brunnen; Sudan 10 Brunnen; und Uganda 75 Brunnen plus 28 Bodentanks sowie zwei spezialisierte Projekte zur Bekämpfung aquatischer Unkräuter und Hochwasserschutz. In der Demokratischen Republik Kongo wurden 12 Pumpstationen und Regenvorhersagezentren errichtet. Darüber hinaus hat Ägypten technische Studien zur integrierten Bewirtschaftung von Wasserressourcen und Schulungen für 1.650 Teilnehmer aus 52 afrikanischen Ländern bereitgestellt, um die nachhaltige Bewirtschaftung gemeinsamer Wasserressourcen zu fördern.