Ägypten möchte internationale Entwicklungshilfe mit den Prioritäten staatlicher Fiskalreformen in Einklang bringen, um die Wirksamkeit technischer und finanzieller Hilfe zu maximieren, sagte stellvertretender Finanzminister für Fiskalpolitik Yasser Sobhi am Samstag. Bei der dritten jährlichen Versammlung des Koordinierungsausschusses für die öffentliche Finanzverwaltung erklärte Sobhi, dass das Ministerium entschlossen ist, seinen Entwicklungsweg in der Verwaltung abzuschließen, indem es die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern vertieft. Diese Koordination soll die Umsetzung von Reformbemühungen unterstützen, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Effizienz öffentlicher Dienstleistungen und Sozialschutzprogramme verbessern.
An der Versammlung nahmen Vertreter der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, der Britischen Botschaft, der Europäischen Union, des Staatssekretariats für Wirtschaft der Schweiz und des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen teil. Während der Sitzung gab Sobhi einen Überblick über die fiskalischen Leistungen und Reformen des vergangenen Jahres und hob die erstmalige Anwendung eines mittelfristigen Haushaltsrahmens und den Übergang zu einem programm- und leistungsorientierten System hervor. Der stellvertretende Minister wies darauf hin, dass das Ministerium neue Instrumente für die Verwaltung staatlicher Schulden und fiskalischer Risiken entwickelt hat, ergänzt durch die Einführung steuerlicher Erleichterungen und einer mittelfristigen Fiskalstrategie, die die gesamtwirtschaftlichen Indikatoren verbessert hat. Sobhi berichtete, dass Ägypten im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres eine hohe Wachstumsrate erzielte und Zuwächse bei privaten Investitionen, industrieller Aktivität und Exporten verzeichnete. Er fügte hinzu, dass die Steuereinnahmen gestiegen sind, ohne zusätzliche Belastungen für die Geschäftswelt aufzuerlegen, was zu einem Primärsurplus und einer Senkung der Inflationsraten beigetragen hat. Die Teilnehmer diskutierten die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit internationalen Finanzinstituten von 2023 bis 2025 und legten Ziele für das kommende Jahr fest, um Doppelarbeit zu vermeiden. Sobhi erläuterte, dass die zukünftigen Prioritäten des Ministeriums die Ausweitung der digitalen Transformation und die Nutzung Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Finanzverwaltung umfassen, um datengestützte Entscheidungsfindung und Nachhaltigkeit zu verbessern. Das Ministerium arbeitet auch daran, die Umsetzung geschlechter- und klimagerechter Haushaltsplanung, interner Revision und Reformen im öffentlichen Beschaffungswesen abzuschließen. Sobhi schloss mit der Betonung der Bedeutung einer verbesserten Kommunikation mit den Bürgern durch vereinfachte Fiskalberichterstattung, um Transparenz hinsichtlich der finanziellen Ziele des Staates zu gewährleisten.