Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty hat am Montag hochrangige Gespräche mit seinen Amtskollegen aus Deutschland und Kanada sowie ein Treffen mit dem estnischen Parlamentspräsidenten in Kairo geführt, um ein Abgleiten der Region in ein „umfassendes Chaos“ zu verhindern. Die Diskussionen konzentrierten sich auf Ägyptens Bemühungen, die militärische Eskalation zu stoppen und diplomatische Lösungen zu fördern.
Außenminister Badr Abdelatty führte separate Telefonate mit dem deutschen Außenpolitiker Johann Wadephul und der kanadischen Außenministerin Anita Anand. Er erörterte Ägyptens intensive Bemühungen mit regionalen und internationalen Partnern, die militärische Eskalation zu beenden, unterbreitete Vorschläge zur Deeskalation, um regionale Instabilität zu vermeiden, und betonte die „verheerenden wirtschaftlichen Folgen“ der anhaltenden Spannungen.
Abdelatty unterstrich die Notwendigkeit, am diplomatischen Pfad und am Dialog festzuhalten, um die „gefährliche Lage“ einzudämmen, und versicherte, dass Ägypten sich weiterhin für ein Ende des Krieges einsetze. Die deutsche und die kanadische Ministerin würdigten die „aufrichtigen Bemühungen“ Ägyptens, der Türkei und Pakistans, wobei alle Parteien eine fortgesetzte Koordinierung für die regionale Sicherheit vereinbarten.
In Kairo traf Abdelatty mit Lauri Hussar, dem Präsidenten des estnischen Parlaments, zusammen, um die bilaterale Zusammenarbeit und regionale Entwicklungen zu erörtern. Sie sprachen die wachsenden ägyptisch-estnischen Beziehungen in den Bereichen Handel und Investitionen, parlamentarischer Austausch, kultureller und bildungspolitischer Dialog sowie den Kapazitätsaufbau in den Feldern Cybersicherheit, künstliche Intelligenz, digitale Regierungsführung und Tourismus an.
Das Treffen thematisierte zudem die Palästinafrage, die Situation im Sudan, im Libanon und in Libyen sowie die ägyptische Wassersicherheit. Hussar lobte die konstruktive Rolle Ägyptens bei der Förderung der Stabilität inmitten komplexer regionaler Krisen.