Aufbauend auf früheren diplomatischen Konsultationen erläuterte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty am Mittwoch während eines Pressebriefings in Kairo die verstärkten Bemühungen zur Vermittlung zwischen den USA und dem Iran, um ein „vollständiges Chaos“ im Nahen Osten zu verhindern. Gespräche mit US-amerikanischen und chinesischen Vertretern unterstrichen wirtschaftliche Risiken und die regionale Koordination.
In einem Briefing für regionale und internationale Medien am 25. März in Kairo bekräftigte Außenminister Badr Abdelatty die „absolute Solidarität“ Ägyptens mit den Golfstaaten, Jordanien und dem Irak gegenüber „ungerechtfertigten iranischen Angriffen“ und verknüpfte die Sicherheit am Golf mit der Sicherheit Ägyptens. Dies folgt auf hochrangige Telefonate Anfang der Woche, die einen Dialog zwischen Washington und Teheran fördern sollten.
Abdelatty berichtete von einem kürzlichen Telefonat mit Massad Boulos, einem leitenden Berater des US-Präsidenten Donald Trump, der Trumps Anerkennung für die Rolle von Präsident Abdel Fattah al-Sisi in der Iran-Frage übermittelte. Sie thematisierten die „verheerenden wirtschaftlichen Folgen“ einer Eskalation, einschließlich Störungen der Schifffahrt, Lieferkettenproblemen und Inflation.
Er sprach zudem mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi anlässlich des 70. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen, wobei er vor dem Hintergrund der Forderungen zur Eindämmung der Krise eine Ausweitung von Währungsswaps und der Zusammenarbeit anstrebte.
An anderen Fronten: Ägypten verurteilte die israelische Politik im Westjordanland und brachte die zweite Phase von „Trumps Plan“ mit Vorbereitungen für den Abzug aus Gaza und der Ausbildung palästinensischer Polizei voran. Im Libanon kritisierte Ägypten israelische Übergriffe, drängte auf die Umsetzung der UN-Resolution 1701 und lieferte über 1.000 Tonnen Hilfsgüter. Im Sudan drängte Ägypten gemeinsam mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA auf einen „Quad“-Waffenstillstand und wies Bedrohungen der Einheit zurück.
Informationsminister Dhiaa Rashwan verwies auf eine umfassende Medienkoordination mit den Golfstaaten gegen Anstachelung in sozialen Netzwerken.