Kairo und Moskau koordinieren sich im UN-Sicherheitsrat über Eskalation im Nahen Osten

Ägypten und Russland besprachen am Mittwoch einen Entwurf für eine Resolution des UN-Sicherheitsrats im Rahmen dringender diplomatischer Bemühungen, den rasch eskalierenden Konflikt im Nahen Osten einzudämmen. In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow warnte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty vor den gefährlichen Folgen anhaltender Gewalt. Er betonte die Notwendigkeit einer intensivierten Koordination, um zu verhindern, dass die Region in breitere Auseinandersetzungen abrutscht.

Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty führte am Mittwoch ein Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow, um einen Entwurf für eine UN-Sicherheitsratsresolution zu besprechen. Abdelatty bezeichnete die militärische Eskalation als Bedrohung für regionale und internationale Frieden sowie Sicherheit und warnte vor „gefährlichen Folgen“ anhaltender Gewalt. Die beiden sprachen auch über die Ukraine-Krise, wobei Abdelatty Ägyptens beständige Position bekräftigte, die auf politische Anstrengungen und friedliche Lösungen durch Dialog und Diplomatie zur Wahrung der globalen Stabilität abzielt. Dieses Gespräch war Teil eines umfassenderen diplomatischen Aufbruchs aus Kairo. In einem separaten Gespräch mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi erteilte Abdelatty eine scharfe Rüge für jüngste iranische Militäraktionen. Er drückte Ägyptens „vollständige Verurteilung und Ablehnung“ aus gegenüber Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Jordanien, den Irak, die Türkei und Aserbaidschan. Abdelatty erklärte, es gebe „keine Rechtfertigung oder Ausrede“ für solche Verletzungen der Souveränität, und warnte, dass der aktuelle Kurs zu „totalem Chaos“ führen könne. Er drängte auf eine Rückkehr zum Prinzip der guten Nachbarschaft und die Priorisierung eines diplomatischen Wegs als „einzigen Weg“, um die Spannungen einzudämmen. Abdelatty koordinierte zudem mit dem portugiesischen Außenminister Paulo Rangel, der Ägypten für die Hilfe bei der Evakuierung portugiesischer Staatsangehöriger über ägyptisches Territorium dankte. In regionalen Beratungen mit dem jordanischen Außenminister Ayman Safadi und dem bahrainischen Außenminister Abdullatif bin Rashid Al Zayani konzentrierte sich Abdelatty auf den Schutz der internationalen Schifffahrt und die Organisation der Evakuierung ägyptischer Bürger aus benachbarten Konfliktzonen. Er lobte die Unterstützung durch die jordanischen Behörden bei diesen Bemühungen. In allen Gesprächen betonte Ägyptens Chefdiplomat, dass die internationale Gemeinschaft dringend zusammenarbeiten müsse, um den Dialog vor militärischen Lösungen zu priorisieren und eine „katastrophale“ Ausweitung des Konflikts zu vermeiden.

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