Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty warnte am Montag vor dem Risiko eines „totalen Chaos“ und eines umfassenden regionalen Krieges im Nahen Osten angesichts einer gefährlichen militärischen Eskalation. Er führte intensive diplomatische Telefonate mit seinen griechischen und irakischen Amtskollegen, um die Lage einzudämmen. Er betonte die Notwendigkeit diplomatischer Bemühungen sowie die Wahrung der Freiheit der internationalen Schifffahrt.
Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty warnte am Montag während eines Telefonats mit dem griechischen Außenminister Giorgos Gerapetritis vor „äußerst gefährlichen Entwicklungen“ im Nahen Osten. Er betonte die Notwendigkeit regionaler und internationaler Anstrengungen, um weitverbreitete Instabilität zu verhindern, und hob Ägyptens Einsatz für Diplomatie und Dialog hervor. Abdelatty äußerte Ägyptens „vollständige Verurteilung“ von Angriffen auf das Hoheitsgebiet arabischer Staaten und betrachtete jede Verletzung der Souveränität als direkte Bedrohung der ägyptischen und arabischen nationalen Sicherheit. Er betonte zudem die Aufrechterhaltung der Freiheit der internationalen Seeschifffahrt, um „schwerwiegende wirtschaftliche und sicherheitspolitische Konsequenzen“ auf globaler Ebene zu vermeiden. Die Minister vereinbarten, die Koordinierung im Rahmen der strategischen Beziehungen zwischen Ägypten und Griechenland fortzusetzen, um eine Deeskalation zu unterstützen. In einem weiteren Telefonat mit dem irakischen Außenminister Fuad Hussein erörterten sie die aufeinanderfolgenden regionalen Entwicklungen und die „gefährliche militärische Eskalation“. Abdelatty mahnte, dass die laufenden Operationen die Gefahr bergen, die Region in ein totales Chaos zu stürzen, und drängte darauf, der Diplomatie Vorrang einzuräumen, um „katastrophale“ sicherheitspolitische und humanitäre Ergebnisse abzuwenden. Er bekräftigte Ägyptens Unterstützung für die Stabilität, Einheit und Souveränität des Irak, während er die Koordinierung für das für den 29. März geplante virtuelle Ministertreffen des Rates der Arabischen Liga vorantrieb. Diese Gespräche folgten auf die Telefonate vom Sonntag – auf Anweisung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi – mit dem pakistanischen Außenminister Ishaq Dar, dem türkischen Außenminister Hakan Fidan, dem katarischen Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi sowie dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Dabei rief Abdelatty zu „Selbstbeherrschung und Weisheit“ auf, bekräftigte die Bedeutung der Seeschifffahrt angesichts der Auswirkungen auf den Welthandel und lehnte Angriffe auf Golfstaaten ab, wobei er die Sicherheit am Golf mit der Sicherheit Ägyptens verknüpfte.