Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty verurteilte die anhaltenden iranischen Angriffe auf Golfstaaten und Jordanien und forderte einen sofortigen Stopp der „inakzeptablen“ Schläge, die er als eklatante Verstöße gegen das Völkerrecht und die UN-Charta bezeichnete. Er führte intensive Telefonate mit seinen Amtskollegen aus Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Jordanien, um eine Deeskalation zu koordinieren. Abdelatty warnte vor einem „totalen Chaos“, sollte dem Dialog nicht Priorität eingeräumt werden.
Abdelatty führte diese Gespräche mit dem katarischen Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman, dem stellvertretenden Premierminister und Außenminister der VAE Scheich Abdullah bin Zayed, dem saudi-arabischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan sowie dem stellvertretenden jordanischen Premierminister und Außenminister Ayman Safadi.
Die Diskussionen befassten sich mit der gefährlichen aktuellen Eskalation und Bemühungen, eine totale „Explosion“ der Lage zu verhindern, wobei die verstärkte gemeinsame Koordination mit befreundeten Ländern zur Eindämmung der Krise betont wurde. Die Telefonate deckten die Ergebnisse eines kürzlich stattgefundenen vierseitigen Ministertreffens in Islamabad ab, bei dem Ansichten darüber ausgetauscht wurden, wie auf diesen Ergebnissen aufgebaut werden kann, um einen diplomatischen Pfad voranzubringen.
Unabhängig davon traf Abdelatty mit Charles Fries, dem stellvertretenden Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes für Frieden, Sicherheit und Verteidigung, zusammen. Er hob die Dynamik in den ägyptisch-europäischen Beziehungen hervor und betonte eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Investitionen. Fries würdigte Ägyptens „zentrale Rolle“ bei der Unterstützung der regionalen Sicherheit und der Eindämmung von Krisen.