Abdelatty skizziert ägyptische Friedens- und Entwicklungsvision für Ostkongo und Horn von Afrika

Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty hat eine strategische Vision für regionale Stabilität dargelegt und zu einer dringenden Sitzung der Afrikanischen Union aufgerufen, um die Anerkennung Somalilands durch Israel abzulehnen, während er Friedenssicherungshilfe für den Osten der Demokratischen Republik Kongo anbietet.

In einer virtuellen Ministertagung des Friedens- und Sicherheitsrats der Afrikanischen Union am Montag äußerte Außenminister Badr Abdelatty Ägyptens vollständige Ablehnung der Anerkennung Somalilands durch Israel und bezeichnete diesen Schritt als flagrante Verletzung des Völkerrechts, der UN-Charta und des Gründungsakts der Afrikanischen Union. Er warnte, dass dies die Grundlagen des Friedens im Horn von Afrika untergräbt, bekräftigte Ägyptens Engagement für die Souveränität und territoriale Integrität Somalias und forderte eine formelle AU-Sitzung zu diesen einseitigen Maßnahmen.

Bezüglich der Großen Seen-Region begrüßte Abdelatty das endgültige Friedensabkommen und den regionalen Rahmen für wirtschaftliche Integration, das am 4. Dezember 2025 in Washington zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda unterzeichnet wurde. Er bezeichnete das Abkommen als entscheidenden Schritt zum Aufbau von Vertrauen und zur Deeskalation von Spannungen und drängte beide Länder, sich an der Umsetzung zu halten.

Der Minister betonte Ägyptens Bereitschaft, auf seine umfangreiche Erfahrung in UN-Friedensmissionen – insbesondere die langjährige Beteiligung in der DRK – zurückzugreifen, um neue Vertrauensbildung zu unterstützen. Er argumentierte, dass dauerhafte Stabilität einen umfassenden Ansatz erfordere, der politische, militärische und entwicklungspolitische Dimensionen integriere. „Die aktuelle Phase erfordert kollektive Verantwortung, um die politischen und sicherheitspolitischen Wege zu unterstützen, die das Leiden des kongolesischen Volkes beenden sollen“, sagte Abdelatty.

Er hob hervor, dass Präsident Abdel Fattah al-Sisi das Portfolio für Nachkonflikt-Rekonstruktion und Entwicklung der AU leitet und dass Kairo das dafür zuständige Zentrum beherbergt. Abdelatty betonte die Notwendigkeit einer unmittelbaren Deeskalation vor Ort, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen und Zivilisten zu schützen, und bekräftigte Ägyptens Unterstützung für die territoriale Integrität der DRK sowie die fortgesetzte bilaterale Zusammenarbeit in Gesundheit, Bildung und Wassermanagement zur Förderung regionalen Wohlstands.

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