Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty hat Pläne angekündigt, wonach Kairo ein Investitionskrankenhaus in Banjul, Gambia, mit ägyptischen Medizinern errichtet, im Rahmen von Bemühungen, wirtschaftliche und infrastrukturelle Bindungen zu vertiefen. Dies geschah bei einem Treffen mit seinem gambischen Amtskollegen in Kairo, bei dem er die Bereitschaft bekundete, Entwicklungsbedürfnisse in Bau, Energie und Sicherheit zu unterstützen.
Bei dem am Mittwoch in Kairo abgehaltenen Treffen diskutierten die beiden Minister, Badr Abdelatty und Serigne Modou Njie, die Aktivierung des ägyptisch-gambischen Gemeinsamen Ausschusses, um den bilateralen Beziehungen einen institutionellen Schub zu geben. Abdelatty betonte die Bedeutung einer Steigerung der Handels- und Investitionsvolumina unter Nutzung des Afrikanischen Kontinentalen Freihandelsgebiets (AfCFTA), wobei er insbesondere Chancen im Tourismus, Wohnungsbau und Infrastruktur mit Beteiligung des Privatsektors hervorhob.
Im Gesundheitssektor wies er auf die fortgesetzte Kooperation durch das Projekt zum Bau und zur Ausstattung eines Investitionskrankenhauses in der gambischen Hauptstadt mit ägyptischem Personal hin. Das Treffen behandelte zudem die akademische Zusammenarbeit zwischen der University of The Gambia und der Al-Azhar-Universität, vor allem in Medizin und Ingenieurwesen, sowie die Gewährung von Stipendien für die Ausbildung von Fakultätsmitgliedern. Abdelatty bot Aufbauprogramme für gambische Beamte über die Egyptian Agency of Partnership for Development, das Cairo International Center for Conflict Resolution, Peacekeeping and Peacebuilding sowie das Institute for Diplomatic Studies an.
Im Bereich der regionalen Sicherheit nahmen die Minister die Lage in der Sahel-Region in den Blick, wobei Abdelatty Ausbildungsprogramme und Unterstützung zur Förderung von Stabilität und Sicherheit dort darlegte. Beide Seiten einigten sich auf eine Fortsetzung der Koordination auf bilateraler und multilateraler Ebene. Abdelatty gratulierte Njie zudem zu seinem neuen Amt.
Diese Initiativen fallen in die Bemühungen Ägyptens, afrikanische Partnerschaften zu festigen, wobei ägyptische Unternehmen erpicht darauf sind, an der Umsetzung der gambischen Entwicklungspläne mitzuwirken.