Ägypten beginnt Bau einer 4.000-Betten-Medizinstadt

Der ägyptische Premierminister Mostafa Madbouly hat die sofortige Umsetzung der „Medical Capital City for Hospitals and Educational Research and Training Institutes“ auf Anweisung von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi angeordnet. Madbouly bezeichnete das Projekt als bedeutende Ergänzung für die Zukunft Ägyptens, die einen qualitativen Sprung in den nationalen Gesundheitsdiensten bewirke. Das Vorhaben umfasst 221 Feddan mit 18 Instituten und einer nationalen Medizinuniversität für 4.000 Studierende.

Bei einer Sitzung am Montag zur Überwachung des Projektfortschritts betonte Premierminister Mostafa Madbouly, dass der Staat die Verbesserung der Gesundheits- und Bildungsdienste priorisiert habe und die notwendigen Mittel für eine schnelle Umsetzung bereitgestellt wurden. Er wies darauf hin, dass umfassende Studien und Entwürfe abgeschlossen seien, sodass das Projekt von der Planungsphase in den aktiven Bau übergehen könne. Khaled Abdel Ghaffar, stellvertretender Premierminister für menschliche Entwicklung und Minister für Gesundheit und Bevölkerung, erläuterte die technischen Details: Das Projekt erstreckt sich über 221 Feddan und umfasst 18 separate Institute mit einer Gesamtkapazität von mehr als 4.000 Betten. Es wird ein breites Spektrum an Leistungen bieten, darunter Intensivpflege, Zwischenpflege, Neonatologie, Notfallversorgung und chirurgische Eingriffe. Die Entwicklung sieht auch die Gründung der Nationalen Universität für Medizin und Medizintechnologie vor, mit fünf Fakultäten für Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflege, Pharmazie und angewandte medizinisch-technologische Wissenschaften sowie einem dedizierten Forschungszentrum. Die Universität soll etwa 4.000 Studierende aufnehmen und sich auf spezialisierte Ausbildung, wissenschaftliche Forschung und Präventionsprogramme konzentrieren. Für das Management schlug Abdel Ghaffar ein gemeinsames Modell im Rahmen einer Public-Private-Partnership (PPP) vor. Die ägyptische Seite würde die vollständigen medizinischen Operationen leiten, einschließlich Ärzte, Pflegepersonal und Behandlungsrichtlinien, während ein ausländischer Partner die Einrichtungen und Support-Dienste über einen mehrjährigen Vertrag übernimmt. Mehrere Angebote für dieses Modell werden derzeit geprüft. An der Sitzung nahmen der stellvertretende Gesundheitsminister Mohamed El-Tayeb, der Leiter des Beratungsbüros der Engineering Authority Ashraf El-Araby und der Assistent des Gesundheitsministers für nationale Projekte Sherif Mostafa teil. Die Regierung ist entschlossen, technische und finanzielle Ressourcen zu bündeln, um die Stadt zu einem Zentrum für medizinische Ausbildung und Aufklärungsinitiativen zu machen.

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