Ägyptischer Außenminister fordert israelischen Rückzug aus Gaza und Waffenstillstand im Sudan

Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty führte separate Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres und dem Gaza-Vertreter Nickolay Mladenov, in denen er einen vollständigen israelischen Rückzug aus Gaza, den Einsatz einer internationalen Stabilisierungskraft und einen sofortigen humanitären Waffenstillstand im Sudan forderte. Er betonte die Notwendigkeit, den Rafah-Übergang wieder zu öffnen und das Nationale Komitee für die Verwaltung Gazas als temporäre Übergangsbehörde zu unterstützen. Guterres lobte die Rolle von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi beim Erhalt der Sicherheit inmitten komplexer regionaler Herausforderungen.

Bei Gesprächen am Freitag konzentrierte sich Abdelatty auf den Übergang zur zweiten Phase des Friedensplans und betonte, dass dies die Wiedereröffnung des Rafah-Übergangs in beide Richtungen und die Unterstützung des Nationalen Komitees für die Verwaltung Gazas erfordere, das er als temporäre Übergangsbehörde für den täglichen Betrieb beschrieb, bis die Palästinensische Nationalbehörde ihre Verantwortlichkeiten im Streifen wieder aufnimmt.  nnDer Minister erklärte, dass ein umfassender Wiederaufbauprozess und ein früher Erholungspfad auf den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung Gazas basieren müssten. Hinsichtlich des Sudan forderte er die Einrichtung sicherer humanitärer Korridore und einen vom Sudan geführten politischen Prozess und bekräftigte das Engagement Ägyptens für die Souveränität, Einheit und den Schutz der nationalen Institutionen des Sudan.  nnIm Gespräch mit Mladenov bezeichnete Abdelatty den Abschluss der zweiten Phase als „essentiellen Einstiegspunkt“ für einen schrittweisen Wiederaufbau. Mladenov würdigte die Entscheidung Ägyptens, dem Friedensrat beizutreten, und hob das diplomatische Gewicht Kairos als entscheidendes Asset für die regionale Stabilität hervor. Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit, ungehinderte, nachhaltige humanitäre Hilfsflüsse nach Gaza zu gewährleisten sowie eine sichere Umgebung für internationale Hilfsorganisationen zu schaffen, und einigten sich darauf, intensive Konsultationen fortzusetzen, um den langfristigen Frieden in der Region zu unterstützen.

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