Südafrika hat die Anerkennung des Somaliland durch Israel kritisiert, sie als Verletzung der Souveränität Somalias bezeichnet und sich der Ablehnung durch die Afrikanische Union angeschlossen. Das Außenministerium forderte eine weltweite Ablehnung, um ein vereintes Somalia inmitten von Spannungen im Horn von Afrika zu unterstützen.
Die südafrikanische Regierung hat eine starke Erklärung gegen die Anerkennung des Somaliland durch Israel am 26. Dezember – die erste seit über drei Jahrzehnten – abgegeben und sie als Verletzung der territorialen Integrität Somalias beschrieben. Dies folgt auf die klare Ablehnung der Afrikanischen Union einige Tage zuvor, die die Unantastbarkeit kolonialer Grenzen bekräftigte.
Das Department of International Relations and Cooperation (DIRCO) äußerte tiefe Besorgnis und berief sich auf das Prinzip der Afrikanischen Union von uti possidetis. „Wir unterscheiden eindeutig zwischen Dekolonisation und Sezession. Die erste stellt die Souveränität wieder her; die zweite zerstört sie“, erklärte DIRCO und warnte, dass dieser Schritt Fragmentierung gutheißt und breitere Instabilität riskiert.
Pretoria rief globale Akteure auf, sich gegen externe Einmischung zu stellen und ein stabiles, vereintes Somalia zu unterstützen, im Einklang mit der Haltung der AU gegen einseitige Anerkennungen. Die Motive Israels bleiben unklar, doch die Entscheidung hat breite diplomatische Gegenreaktionen ausgelöst.