Ägypten hat eine intensive diplomatische Offensive gestartet, um den Nahen Osten vor dem Abgleiten in ein 'völliges Chaos' zu bewahren, und wirbt für einen Dialog zwischen den USA und dem Iran als 'einzigen Weg', um die regionale Stabilität zu sichern. Außenminister Badr Abdelatty führte am Montag und Dienstag hochrangige telefonische Beratungen mit Amtskollegen aus mehreren Ländern sowie einem US-Gesandten. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Eindämmung der aktuellen militärischen Eskalation.
Der Sprecher des Außenministeriums, Tamim Khallaf, erklärte, dass die diplomatische Initiative darauf abziele, einen Verhandlungsweg zwischen Teheran und Washington vor dem Hintergrund einer jüngsten Initiative von US-Präsident Donald Trump voranzubringen. Abdelatty betonte, dass die Sprache des Dialogs die 'wahre Garantie' sei, um die Region vor einer Ausweitung des Konflikts zu schützen und die Ressourcen ihrer Völker zu sichern. Während der Gespräche verurteilte der Außenminister die iranischen Angriffe auf Golfstaaten 'aufs Schärfste' und bekräftigte, dass solche Handlungen nicht durch 'fadenscheinige Vorwände' gerechtfertigt werden könnten und sofort aufhören müssten. Er bestätigte, dass Ägypten sich aktiv an allen Initiativen für einen Waffenstillstand und die Beendigung des Krieges beteilige, und betonte, dass Kairo 'keine Mühen scheuen' werde, um die Diplomatie zu fördern. In einem weiteren Gespräch am Dienstag mit dem jordanischen Außenminister Ayman Safadi erneuerten beide ihre Verurteilung der iranischen Angriffe auf Jordanien und die Golfregion. Sie erklärten ihre 'absolute Solidarität' beim Schutz der nationalen Sicherheit der arabischen Staaten und forderten die Aktivierung eines gemeinsamen arabischen Handelns gegen die geteilten Herausforderungen. Die Achtung des Völkerrechts und der staatlichen Souveränität seien für die Stabilität unerlässlich. Die Minister stimmten sich zudem auf die bevorstehende Sitzung des Rates der Arabischen Liga Ende März ab, um eine 'einheitliche arabische Position' gegen die 'gefährliche Eskalation' zu etablieren. Sie drückten ihre Unterstützung für die Stabilität des Libanon und die Autorität der Regierung über alle Waffen aus, verurteilten die israelische 'Aggression' im Libanon sowie 'expansionistische Politik' und warnten davor, dass der Fokus auf den Iran die 'humanitäre Katastrophe' im Gazastreifen oder die israelischen Maßnahmen im Westjordanland und an den heiligen Stätten nicht in den Hintergrund drängen dürfe.