Ägyptens stellvertretender Premierminister für Wirtschaftsangelegenheiten, Hussein Eissa, führte zwei separate Treffen im Regierungssitz in der Neuen Verwaltungshauptstadt mit den Botschaftern von Deutschland und Indien, um die wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusammenarbeit zu stärken. Die Diskussion mit dem deutschen Botschafter konzentrierte sich auf die langjährige Partnerschaft in Sektoren wie Energie und Wasser, während das Treffen mit dem indischen Botschafter die historischen Bindungen und Investitionsmöglichkeiten nach Ägyptens Beitritt zu BRICS hervorhob.
Ägyptens stellvertretender Premierminister für Wirtschaftsangelegenheiten, Hussein Eissa, traf sich mit Jürgen Schulz, dem deutschen Botschafter in Kairo, im Regierungssitz in der Neuen Verwaltungshauptstadt. Eissa äußerte seine Wertschätzung für die langjährige entwicklungspolitische Partnerschaft mit Deutschland, einem der größten europäischen Partner Ägyptens. Das aktuelle Kooperationsportfolio umfasst Schlüsselsektoren wie Energie, Wasser, Abwasser, Bewässerung, Festabfallwirtschaft und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors. Eissa stellte die Initiative „Invest for Jobs“ vor, die von der KfW-Entwicklungsbank umgesetzt wird und Zuschüsse für Investitionsprojekte über einen wettbewerblichen Mechanismus bietet, der auf die Schaffung von Arbeitsplätzen abzielt. Mögliche Sektoren für die Initiative umfassen Bauwesen und verwandte Branchen, Metall- und Elektrofertigung, Bildung und soziale Dienstleistungen, Lebensmittelindustrie, Transport und Logistik, Informationstechnologie sowie den Gastgewerbesektor. Das Treffen befasste sich auch mit dem ägyptisch-deutschen Schuldenumwandlungsprogramm, das Eissa als innovativen Mechanismus zur Unterstützung der grünen Transformation Ägyptens beschrieb. Er wies auf die Möglichkeit hin, weitere Phasen zu starten, die sich auf verbesserte Energieeffizienz im Industriesektor, Projekte zur grünen Wasserstoffproduktion und technische Bildung konzentrieren. Beide Seiten betonten die Bedeutung der Fortsetzung und Stärkung der wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklung, erhöhter Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen. In einem separaten Treffen mit Suresh K. Reddy, dem indischen Botschafter in Ägypten, hob Eissa die tiefen historischen Bindungen zwischen den beiden Ländern und den stetigen Fortschritt in den bilateralen Beziehungen hervor, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Investitionen. Er bekräftigte das Engagement der ägyptischen Regierung, die Zusammenarbeit auszubauen und neue Partnerschaftsfelder zu eröffnen, insbesondere angesichts der vielversprechenden Investitionsmöglichkeiten Ägyptens. Eissa betonte das Interesse Ägyptens an der Stärkung der Zusammenarbeit im Rahmen des strategischen Partnerschaftsrahmens, insbesondere nach Ägyptens Beitritt zu BRICS, der zusätzliche Chancen für wirtschaftliche und entwicklungspolitische Kooperation bietet. Er stellte die laufende Umstrukturierung wirtschaftlicher Behörden und staatlicher Unternehmen der Regierung sowie das Programm zur Anbietung von Staatsvermögen vor, das darauf abzielt, den Wert staatlicher Assets zu maximieren und lokales sowie ausländisches Kapital anzuziehen. Das Programm umfasst die Ausgabe von Beteiligungen an großen Institutionen und Unternehmen in Sektoren wie Bank- und Finanzdienstleistungen, Energie, Infrastruktur, Logistik, Versicherungen und Pharmazeutika. Eissa lud indische Unternehmen ein, durch öffentliche Emissionen oder strategische Partnerschaften teilzunehmen, und wies auf vielversprechende Chancen für internationale Investoren hin, in den ägyptischen Markt einzutreten. Die Gespräche umfassten auch Aussichten zur Ausweitung der Zusammenarbeit in aufstrebenden Bereichen wie Innovation, Technologie und digitaler Transformation sowie die Unterstützung von Start-ups und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Innovationsökosystemen beider Länder. Beide Seiten erkundeten Wege, um direkte indische Investitionen in Ägypten zu fördern, insbesondere in der Suezkanal-Wirtschaftszone. Eissa lobte die bestehende Zusammenarbeit bei der Kapazitätsbildung durch das Indische Technische und Wirtschaftliche Kooperationsprogramm (ITEC), das eine große Anzahl ägyptischer Fachkräfte ausgebildet hat, und begrüßte die kürzliche Erhöhung der für Ägypten vorgesehenen Ausbildungsstipendien. Er äußerte das Interesse Ägyptens, diese Zusammenarbeit durch spezialisiertere Ausbildungsprogramme, gemeinsame Workshops und Möglichkeiten für Postgraduiertenstipendien an indischen Universitäten zur Unterstützung des Wissensaustauschs und des institutionellen Kapazitätsaufbaus auszubauen.