K. Rajaraman, Vorsitzender der International Financial Services Centres Authority (IFSCA), betonte auf einem Forum in Gujarat einen zurückhaltenden Ansatz bei der Einführung von Blockchain im Finanzwesen. Er hob Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungen hervor, die in GIFT City verboten sind, und unterschied Blockchain-Technologie von Krypto-Assets.
In der Eröffnungssitzung des Indo-Swiss Blockchain Forums 2026 an der Rashtriya Raksha University (RRU) beschrieb K. Rajaraman, Vorsitzender der International Financial Services Centres Authority (IFSCA), die regulatorische Haltung Indiens zur Blockchain als zurückhaltend statt rasante Einführung. Er sagte: „Vertrauen ist sehr teuer. Es dauert lange, es aufzubauen, aber es kann in einer Nanosekunde zerstört werden.“ Rajaraman betonte, dass jede Technologie, die ins Finanzsystem eintritt, eine Rechenschaftspflicht auf dem Niveau bestehender Institutionen zeigen müsse. „Wenn Sie Bankfunktionen ausüben, werden Sie wie eine Bank reguliert, unabhängig davon, ob Ihr Ledger eine SQL-Datenbank oder Blockchain ist“, sagte er. Er charakterisierte den Ansatz der IFSCA als „gleiche Tätigkeit, gleiches Risiko, gleiche Regulierung“.?nRajaraman unterschied zwischen Blockchain-Technologie und Krypto-Assets und merkte an, dass Kryptowährungen nicht in das GIFT-IFSC-Ökosystem zugelassen wurden. „Wir haben Kryptowährungen nicht ins GIFT-IFSC-Ökosystem zugelassen aufgrund von Bedenken hinsichtlich Geldwäschebekämpfung, Terrorismusfinanzierung und finanzieller Instabilität“, sagte er. Er wies darauf hin, dass Volatilität und Anonymität Risiken für die finanzielle Integrität und die nationale Sicherheit darstellen.?nRajaraman warnte vor Governance-Herausforderungen durch Dezentralisierung. „Im traditionellen Finanzwesen gibt es eine klare Verantwortungskette, wenn etwas schiefgeht. In einem vollständig dezentralisierten Netzwerk verschwindet dieses Sicherheitsnetz“, sagte er. Er beschrieb ein System ohne definierten Verantwortungspunkt als operationell resilient, aber governance-mäßig fragil.?nEr hob rechtliche und beweisrechtliche Hindernisse bei der Integration von Blockchain in bestehende Rahmenbedingungen hervor, wie die Unvereinbarkeit der elektronischen Beweisauthentifizierung mit permissionless Blockchains. Regulatorische Sandboxes werden genutzt, um begrenzte Anwendungsfälle zu testen, einschließlich der Tokenisierung realer Assets.?nDas dreitägige Forum, organisiert von der School of Applied Sciences, Engineering and Technology der RRU in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich, versammelt Regulatoren, Akademiker und Branchenexperten aus Indien und der Schweiz. RRU-Vizekanzler Bimal N. Patel sagte: „Blockchain wird zunehmend Teil der DNA der globalen Finanzinfrastruktur.“ Lena Robra, Leiterin von Swissnex India, erklärte: „Vertrauen wird zu einer der wichtigsten Währungen.“