Nach dem 2+2-Dialog und Besuchen in der Verteidigungsindustrie in Ankara (siehe vorherigen Artikel) trafen der indonesische Außenminister Sugiono und Verteidigungsminister Sjafrie Sjamsoeddin den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul. Die Gespräche betonten ein vorzugsweises Handelsabkommen, Energiekooperation und Verteidigungsbeziehungen, um bilaterale Beziehungen zu heben.
Am Samstag (10. Januar 2026) statteten die indonesischen Minister dem Dolmabahçe-Palast in Istanbul einen Höflichkeitsbesuch ab und trafen Präsident Erdogan um 16:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr WIB) für fast eine Stunde. Begleitet wurden sie vom türkischen Außenminister Hakan Fidan und Verteidigungsminister Yaşar Güler. Aufbauend auf dem 2+2-Dialog des Vortags in Ankara – der Sicherheit, Handel, Wirtschaft, Entwicklung und Energie umfasste – wurden Pläne für ein begrenztes vorzugsweises Handelsabkommen als Schritt zu einer umfassenden wirtschaftlichen Partnerschaft vorangetrieben. Sugiono erklärte: „In Bezug auf die bilateralen Beziehungen sehen wir die Notwendigkeit von Bemühungen, um die wirtschaftlichen Beziehungen auf ein höheres und größeres Niveau zu heben.“ Er bat um Erdoğans Unterstützung bei der Ratifizierung des Abkommens, um Chancen in Industrie, Halal-Produkten und Landwirtschaft zu erschließen. Die Kooperation erstreckte sich auf neue und erneuerbare Energien (einschließlich EV-Batterieproduktion), Petrochemie, Bergbau und Energie. Im Verteidigungsbereich zielten Abkommen darauf ab, militärische Ressourcen und Technologie zur Selbstversorgung zu stärken. Indonesien unterstützte die Aufwertung der Türkei zum vollwertigen ASEAN-Dialogpartner. Sugiono übermittelte Grüße von Präsident Prabowo Subianto und Updates zu Gaza, einschließlich der Rolle Indonesiens in der Internationalen Stabilisierungsstreitmacht (ISF). Die Sitzung endete mit gemeinsamen Fotos und geschlossenen Gesprächen und bekräftigte das Engagement für stärkere Beziehungen.