Die Ratingagentur Moody's warnt, dass Inflation und steigende Schadensfälle die Margen mexikanischer Versicherungsgesellschaften belasten. Diese Faktoren kompensieren zusammen mit wirtschaftlicher Schwäche eine niedrige technische Marge durch Finanzgewinne aus Reserven. Der Klimawandel verschärft das Problem durch steigende Rückversicherungskosten.
Die Ratingagentur Moody's hat die Lage der Versicherer in Lateinamerika untersucht und festgestellt, wie die Inflation die Schadenskosten erhöht und deren Weitergabe an Prämien erschwert, was die technischen Margen zusammendrückt. In Mexiko verbinden sich dies mit steigenden Schadensfällen und schwacher wirtschaftlicher Aktivität, um die Gesamtrentabilität des Sektors zu beeinträchtigen.
Obwohl die technische Marge des Landes niedrig bleibt, wird sie teilweise durch Finanzgewinne aus Reserven ausgeglichen. Moody's erwartet Wachstum im Sachversicherungsbereich, insbesondere bei Kfz-Linien, die diese Kategorie in der Region anführen, einschließlich Mexiko, Argentinien und Brasilien.
Der Klimawandel ist ein wesentlicher Faktor, da Ereignisse wie Hurrikane, Überschwemmungen und Brände Schadensfälle und den Einsatz von Rückversicherungen ankurbeln. Dies hat Rückversicherer dazu veranlasst, selektiver zu werden und Tarife zu erhöhen, getrieben durch regionale Inflation und katastrophale Risiken. Versicherer integrieren diese in ihre Risikomanagementmodelle.
Regulatorisch rückt Lateinamerika internationale Standards wie IFRS 17 und Solvency II näher, durch Reformen zur Verbesserung des Versicherungsschutzes und der Transparenz. In Zentralamerika bieten Massenkanal-Produkte für Leben, Gesundheit und Unfallversicherungen Chancen zur Risikodiversifikation und Erweiterung der Versichertenbasis.