Crowded São Paulo Cathedral during inter-religious act honoring Vladimir Herzog, with participants chanting and singing against authoritarianism.
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Interreligiöser Akt ehrt Vladimir Herzog 50 Jahre nach seinem Tod

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Am 25. Oktober 2025 füllten Gläubige und Behörden die Kathedrale von São Paulo für einen interreligiösen Akt zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog, der vor 50 Jahren von der Militärdiktatur getötet wurde. Die Veranstaltung rekonstruierte die ökumenische Messe von 1975 und hob den Widerstand gegen Autoritarismus hervor. Teilnehmer skandierten 'keine Amnestie' und sangen Lieder der Redemokratisierung.

Der Akt, organisiert vom Vladimir Herzog Institut und der Arns-Kommission, begann gegen 19 Uhr mit einem Auftritt des Luther-King-Chors. In Weiß gekleidet und mit Blumen in den Händen hielten die Teilnehmer eine Minute Schweigen zu Ehren der Opfer der Diktatur. Banner mit Fotos der Toten und Verschwundenen wurden hochgehalten, begleitet von Rufen wie 'Wo sind unsere Verschwundenen?' und 'Keine Amnestie', in Bezug auf die Beteiligten an den Ereignissen vom 8. Januar 2023.

Der Vizepräsident Geraldo Alckmin (PSB), der Präsident Lula vertrat, beschrieb Herzogs Tod als 'Ergebnis staatlichen Extremismus', der Bürger verfolgte und tötete, anstatt sie zu schützen. Auf Fragen zur Überarbeitung des Amnestiegesetzes von 1979, das die Verbrechen der Diktatur verzieh, beschränkte sich Alckmin auf die Worte: 'Wir haben gute Schritte in dieser Sache unternommen'. Ivo Herzog, der Sohn des Journalisten, nannte das Gesetz eine 'Aberration' und forderte das STF auf, darüber zu debattieren, mit den Worten: 'Dieser Kampf um die Überarbeitung ist unser Kampf, der Kampf der Gesellschaft'.

Religiöse Vertreter rekonstruierten den Akt von 1975. Erzbischof Dom Odilo Scherer von São Paulo betonte: 'Wenn wir hier ohne Angst vor Vergeltung und mit gefestigten demokratischen Freiheiten sind, verdanken wir das denen, die einen hohen Preis gezahlt haben'. Rabbi Uri Lam hob Herzog als 'Symbol für Wahrheit, Integrität und Widerstand' hervor, und Pastorin Anita Wright, Tochter von Jaime Wright, las Psalm 23 und bemerkte: 'Die Militärdiktatur ließ uns durch das Tal der Schatten des Todes gehen'.

Am 25. Oktober 1975 stellte sich Herzog, Direktor von TV Cultura und mit dem PCB verbunden, freiwillig beim DOI-Codi vor, wo er zu Tode gefoltert wurde. Das Regime sprach von Suizid, doch Untersuchungen zeigten Folterspuren. Sieben Tage später füllten über 8.000 Menschen die Sé für eine Messe unter Leitung von Dom Paulo Evaristo Arns, Rabbi Henry Sobel und Pastor Jaime Wright, ein Meilenstein des Widerstands. Die Veranstaltung 2025 sang 'Der Betrunkene und der Seiltänzer' von Aldir Blanc und João Bosco sowie 'Kelch' von Chico Buarque und Milton Nascimento und verstärkte die Warnung vor anhaltendem Autoritarismus.

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