Der CDU-Politiker Jens Spahn hat in einer TV-Sendung von seinem Wunsch gesprochen, mit seinem Ehemann Kinder zu haben. Obwohl der Wunsch bisher unerfüllt blieb, könne er sich das grundsätzlich weiterhin vorstellen. Spahn und Daniel Funke sind seit 2017 verheiratet.
In der n-tv-Sendung »Pinar Atalay« wurde Unionsfraktionschef Jens Spahn, 45, auf seinen früheren Kinderwunsch angesprochen. Der CDU-Politiker, der mit seinem Partner Daniel Funke, 44, seit 2017 verheiratet ist, sagte: »Also bis hierhin jedenfalls hat er sich noch nicht erfüllt. Jetzt sind die Voraussetzungen bei uns sowieso noch etwas schwieriger, um den zu erfüllen.« Dennoch betonte er: »Grundsätzlich könnte ich mir das weiterhin gut vorstellen, ja.«
Schon 2021 hatte Spahn in einem Interview mit dem Magazin »Bunte« geäußert: »Ich denke, wir wären gute Eltern.« Der Politiker hat das Thema in der Vergangenheit mehrfach berührt. Im Jahr 2020 sprach er im Podcast von Sandra Maischberger über seine Homosexualität. Dabei erklärte er, Schwulsein nicht für einen »Lebensentwurf« zu halten, wie es einst in einem CDU-Beschluss hieß. »Lebensentwurf bedeutet ja, ich wache morgens auf und hab irgendwie eine neue Idee von meinem Leben – ich bin jetzt mal schwul«, sagte er. Wenn er es sich damals hätte aussuchen können, hätte er sich »wahrscheinlich anders entschieden, wenn man es genau nimmt«. Er sei nun total damit im Reinen, obwohl es »nicht nur leichte Momente« gegeben habe, »den Eltern ein paar Dinge zu erklären und so weiter und so fort«.
Spahn steht derzeit als Unionsfraktionschef im Fokus, organisiert Mehrheiten für Kanzler Friedrich Merz. Frühere Kontroversen, wie Merz' umstrittene Aussagen zur sexuellen Orientierung aus dem Jahr 2020, in denen er eine Grenze bei Kindern zog, hatten Spahn zur Kritik bewegt. Merz entschuldigte sich später dafür.