Am Sonntagabend bei LCI hat Jordan Bardella, Präsident des Rassemblement National, seine politischen Rivalen nach verschiedenen Qualitäten eingestuft, während er dafür plädierte, dass Frankreich zum 'repressivsten Land Europas' gegen Kriminalität werde. Er lobte die Intelligenz von François-Xavier Bellamy und die Eloquenz von Jean-Luc Mélenchon, trotz ideologischer Konflikte. Bardella nannte auch inspirierende historische Figuren wie de Gaulle und Napoleon.
Während seines Auftritts bei LCI am Abend des 2. November nahm Jordan Bardella an einer spielerischen Übung teil, die vom Journalisten Darius Rochebin vorgeschlagen wurde, und wies seinen politischen Rivalen Qualitäten zu. Für den 'intelligentesten' Gegner nannte er François-Xavier Bellamy, Abgeordneter der Republikaner im Europäischen Parlament. Der 'eloquenteste' ist Jean-Luc Mélenchon: 'Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug gegen die Ideen von La France Insoumise kämpfen, aber Mélenchon hat rednerische Qualitäten, und er nutzt sie, um die französische Geschichte ein wenig nach seinem Geschmack umzuschreiben', sagte er mit einem Lächeln.
Für den geschicktesten Rivalen wies Bardella auf Gérald Darmanin, Justizminister, hin: 'Er hat es geschafft, in allen Regierungen seit 2017 zu überleben, ich weiß nicht, wie er das macht. Das muss eine Fähigkeit und intellektuelle Flexibilität erfordern, die ich glaube, nicht zu besitzen', ironisierte er. Nach einigem Zögern nannte er Édouard Philippe den 'sympathischsten' und fügte hinzu: 'Er ist menschlich nicht unangenehm'.
Bardella sprach auch über Figuren, die 'Frankreich gemacht haben': General de Gaulle für Größe, Richelieu für den Sinn für den Staat und Napoleon für Willen und Energie. Persönlich äußert er 'Bewunderung und Faszination' für Chateaubriand und sein Werk 'Mémoires d'outre-tombe'.
In Sicherheitsfragen beschrieb er sich als 'pro-Polizei', 'pro-Staatsanwälte' und 'pro-Militär', mit dem Ziel, gegen das zu kämpfen, was 'das Leben unserer Landsleute vergiftet'. 'Frankreich wird nicht zu Wohlstand zurückkehren, wenn wir nicht Ordnung und Autorität wiederherstellen', betonte er. Im Falle eines Sieges 2027 verspricht er einen 'Schock der Autorität', die Wiedereinführung des Wehrdienstes, die Abschaffung automatischer Strafminderungen, Mindeststrafen und die Ausweisung ausländischer Straftäter. Für schwere Verbrechen plädiert er für Haft 'ohne Möglichkeit der Entlassung'.