Ein Gericht in Bogotá urteilte, dass die Superintendencia de Industria y Comercio die Grundrechte von Sayco verletzt hat, indem es eine Sanktion in Millionenhöhe vor ihrer Rechtskraft veröffentlichte. Das Urteil verpflichtet die SIC, die Beiträge zu entfernen und eine öffentliche Klärung abzugeben. Sayco begrüßt das Urteil und bekräftigt seine gesetzliche Konformität.
Das 31. Verwaltungsgericht des Dritten Abschnitts in Bogotá erließ am 24. November 2025 ein Tutela-Urteil, in dem festgestellt wurde, dass die Superintendencia de Industria y Comercio (SIC) die Rechte auf ordnungsgemäßes Verfahren und guten Ruf der Sociedad de Autores y Compositores de Colombia (Sayco) verletzt hat. Dies resultierte aus Social-Media-Beiträgen, in denen die SIC eine Strafe von über 5,3 Milliarden Pesos für angebliche wettbewerbswidrige Praktiken bekanntgab.
Das Gericht stellte drei wesentliche Unregelmäßigkeiten der SIC fest: Es ignorierte die formalen Anforderungen des sanktionierenden Verwaltungsverfahrens, das die Unterzeichnung von Akten vor der Veröffentlichung vorschreibt; es zielte auf eine vorzeitige Reputationsstrafe ab, bevor das Urteil rechtskräftig war; und es verletzte das Unschuldsvermutungsprinzip. Zudem schadeten die Beiträge dem Ruf von Sayco, da sie eine vorläufige Entscheidung ohne formelle Benachrichtigung oder Möglichkeit zur Stellungnahme öffentlich machten.
Folglich wies das Gericht die SIC an, alle relevanten Veröffentlichungen unverzüglich zu entfernen und eine gleichwertige öffentliche Klärung in Bezug auf Zeitpunkt, Art und Ort abzugeben, in der angegeben wird, dass die Sanktion nicht rechtskräftig ist und nicht benachrichtigt wurde. In einer Erklärung betonte Sayco seine ständige Einhaltung gesetzlicher Standards bei der Verwaltung der Urheberrechte seiner Mitglieder in Kolumbien und weltweit, insbesondere hinsichtlich des freien Wettbewerbs, und feiert dieses gerichtliche Ergebnis.