Der Schauspieler Juliano Cazarré hat die Kritik an seinem angekündigten Event „O Farol e a Forja“ ignoriert und ist stattdessen mit seiner Familie in die Chapada dos Veadeiros gereist. Die für Juli in São Paulo geplante Veranstaltung zielt darauf ab, die männliche Identität durch Vorträge über Führung und christliche Werte zu stärken. Schauspielerinnen wie Marjorie Estiano und Julia Lemmertz kritisierten die konservative und frauenfeindliche Ausrichtung des Vorhabens.
Juliano Cazarré kündigte das Event „O Farol e a Forja“ als Reaktion auf eine von ihm beklagte „Schwächung der Männlichkeit“ in der Gesellschaft an. Die für Juli in São Paulo geplante Veranstaltung wirbt für Führung, Unternehmertum und christliche Werte und wird vom Schauspieler als „Brasiliens größtes Männertreffen“ beworben. Die Ankündigung stieß auf prompte Kritik, insbesondere von Kolleginnen. Marjorie Estiano, Julia Lemmertz und Betty Gofman verwiesen auf die konservative und frauenfeindliche Tendenz. In den sozialen Medien nahm Cazarré die Kritik vorweg und erklärte: „Es gab einen Moment, in dem er hätte schweigen können. Er hätte zurückweichen können. Er hätte es ignorieren können.“ Statt auf die Vorwürfe einzugehen, reiste der Schauspieler nach Alto Paraíso de Goiás in der Chapada dos Veadeiros, einem Ökotourismus-Ziel in der Nähe von Brasília. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Journalistin und Biologin Letícia Cazarré, und ihren sechs Kindern teilte er Fotos von ruhigen Momenten, darunter Wanderungen und Wasserfälle, sowie ein Bild von sich mit einem Getränk, bei dem er in die Kamera zwinkert. Cazarré setzte seine üblichen Beiträge in den sozialen Medien fort, ohne direkt auf die Kontroversen einzugehen.