Keniaer unter Hunderten Getöteten in Tansanias Nachwahlgewalt

Mindestens ein Kenianer wurde als Getöteter bestätigt inmitten tödlicher Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Tansania am 29. Oktober 2025. Der Aktivist Hussein Khalid berichtete vom Tod des Lehrers John Okoth Ogutu in Daressalam, während die Zahl der Toten durch die Unruhen auf Hunderte steigt. Oppositionelle Gruppen bestreiten die Wahlergebnisse und werfen weit verbreitete Betrügereien vor.

Tansania versank am 29. Oktober 2025 in Gewalt, als Bürger gegen die Präsidentschaftswahl protestierten, inmitten von Vorwürfen der Unterdrückung und fehlender glaubwürdiger Opposition. Der Hauptoppositionsführer Tundu Lissu der CHADEMA-Partei steht vor Hochverratsvorwürfen, während Luhaga Mpina der ACT-Wazalendo-Partei von der Kandidatur ausgeschlossen wurde. Viele Wähler blieben der Wahl fern und kritisierten den fehlerhaften Prozess.

Trotz Berichten über niedrige Wahlbeteiligung erklärte die tansanische Wahlkommission Präsidentin Samia Suluhu zur Gewinnerin mit 98 Prozent der Stimmen – 31,9 Millionen von 32 Millionen – und gab eine Beteiligungsrate von 87 Prozent an. Die Opposition und Wahlbeobachter wiesen diese Zahlen als falsch zurück, was zu täglichen Straßendemonstrationen führte. Die Polizei setzte Gewalt ein, um die Massen zu zerstreuen, was zu zahlreichen Opfern führte.

Keniaer gerieten ins Kreuzfeuer. Der CEO von VOCAL Africa, Hussein Khalid, warnte die Öffentlichkeit auf X und erklärte: „Wir erhalten Berichte, dass Keniaer in Tansania getötet wurden.“ Er nannte John Okoth Ogutu, einen Lehrer, der im Land arbeitete, als eines der Opfer. Ogutu soll am Wahltag in Ubungo, Daressalam, erschossen worden sein, sein Leichnam liegt nun im Leichenschauhaus von Mwananyamala.

Die Proteste eskalierten am 30. Oktober an der Grenze von Namanga und überschwemmten Kenia, wo Behörden eine Gruppe von Keniaern daran hinderten, sich den Demonstrationen anzuschließen. Die CHADEMA-Partei gibt rund 700 Tote durch die Gewalt an. Eine diplomatische Quelle teilte der BBC am 31. Oktober mit, dass glaubwürdige Beweise auf mindestens 500 Tote hindeuten. Journalisten und Menschenrechtsgruppen konnten den genauen Bilanz noch nicht überprüfen, da die Unruhen andauern.

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