Liverpool unterlag in der Premier League dem Tabellenletzten Wolves mit 2:1 und rutschte nach Chelseas späterem Sieg gegen Aston Villa auf den sechsten Platz ab. Kapitän Virgil van Dijk gab zu, dass ein Scheitern bei der Qualifikation für die Champions League der nächsten Saison die Sommer-Transferpläne des Klubs erheblich beeinträchtigen würde. Finanzexperten schätzen, dass Liverpool dadurch bis zu 120 Millionen Pfund an Einnahmen verpassen könnte.
Dienstagabend unterlag Liverpool auf dem Molineux überraschend mit 2:1 gegen Wolves, die damit nur ihren dritten Sieg der Saison holten. Das Spiel blieb bis zur 78. Minute torlos, als Rodrigo Gomes mit dem ersten Torschuss der Wolves den Ball über Alisson Becker beförderte. Mohamed Salah glich kurz darauf mit seinem ersten Premier-League-Tor seit dem 1. November aus, doch der 93-Minuten-Einsatz von Andre Trindade, der vom Einwechsler Joe Gomez abprallte, sicherte den Hausherren den Sieg. Dieses Ergebnis bedeutete die neunte Niederlage Liverpools in der Saison und ließ die Reds aufgrund des Torverhältnisses auf Platz sechs abrutschen, nachdem Chelsea am Mittwoch 4:1 beim viertplatzierten Aston Villa gewonnen hatte. Van Dijk bezeichnete die Leistung als „enttäuschend und schlecht“ und hob Abwehrlücken in den letzten 10 Minuten hervor. Er verriet, dass Trainer Arne Slot in der Halbzeit „wütend“ war wegen eines kraftlosen ersten Halbspiels gegen ein Team, das in dieser Saison 20 von 30 Spielen verloren hatte. Van Dijk betonte die hohen Einsätze: „Hundertprozentig [es wird Auswirkungen haben]. Die Einsätze sind sehr hoch. Wenn man für Liverpool spielt, war es immer so.“ Er ergänzte: „Entweder wir packen es und verdienen es, oder wir packen es nicht und verdienen es nicht.“ Der Kapitän unterstrich die Notwendigkeit von Konstanz inmitten der laufenden Champions-League- und FA-Cup-Verpflichtungen. Finanziell könnte das Versäumen der Champions-League-Qualifikation Liverpool rund 120 Millionen Pfund kosten, schätzt Experte Kieran Maguire, einschließlich geringerer UEFA-Zahlungen, Einnahmen aus Heimspielen, Rundfunkgelder und kommerzieller Boni. Zum Vergleich: Liverpool kassierte 98,1 Millionen Euro (85,3 Millionen Pfund) für das Erreichen der Round of 16 in der Champions League 2024-25, gegenüber 26,8 Millionen Euro (23,3 Millionen Pfund) für die Europa-League-Viertelfinals 2023-24. Trotz eines Rekordumsatzes von 703 Millionen Pfund und einem Gewinn von 8 Millionen Pfund im Geschäftsjahr bis Mai 2025 sowie Sommerausgaben von 400 Millionen Pfund für Spieler wie Florian Wirtz und Alexander Isak hebt Maguire hervor, dass Liverpools vorsichtige Haushaltsführung sie gut aufgestellt, um ein solches Malheur zu verkraften.