Emmanuel Macron hielt am Dienstagabend eine Rede anlässlich der Aufnahme des Historikers und Widerstandskämpfers Marc Bloch in das Panthéon. Er rief dazu auf, den Geist der Niederlage zu bekämpfen, den er als langsames Gift des öffentlichen Lebens bezeichnete.
Die Zeremonie fand am Dienstag, dem 23. Juni 2026, im Panthéon in Paris statt. Die Kenotaphe von Marc Bloch und seiner Frau Simonne wurden die Rue Soufflot entlanggetragen. Bloch, der 1944 von der Gestapo hingerichtet wurde, ist in Bourg-d’Hem im Département Creuse beigesetzt.
Macron stützte sich auf Blochs Buch L’Étrange Défaite. Er verurteilte diejenigen, die sich als französischer als andere bezeichnen und den Geist der Niederlage fördern. Der Präsident verknüpfte diese Einstellungen mit den Kapitulationen der 1930er und 1940er Jahre.
Zudem verurteilte er den staatlichen Antisemitismus unter Vichy. Macron erklärte, dass diese Geißel einen Pfad der Finsternis offenbare, der von einer ideologischen Maschinerie des Hasses und einer Epidemie der Feigheit genährt werde. Die Rede wurde von einem Teil des Publikums beklatscht.