Der norwegische Großmeister Magnus Carlsen holte sich seinen sechsten Weltmeistertitel im Schnellschach bei den FIDE World Rapid and Blitz Chess Championships in Katar. Er beendete das Turnier mit 10,5 Punkten aus 13 und setzte sich einen Punkt gegen Russlands Vladislav Artemiev durch. Dieser Sieg markiert Carlsens 19. Weltmeistertitel insgesamt.
Magnus Carlsen, der ehemalige klassische Weltmeister von 2013 bis 2023, siegte in der Schnellschach-Disziplin der FIDE World Rapid and Blitz Chess Championships in Doha, Katar. Das Event endete am Sonntag, wobei Carlsen 10,5 Punkte aus 13 Runden erzielte und alleiniger Erster vor Vladislav Artemievs 9,5 Punkten wurde. Carlsens Weg zum Sieg war nicht ohne Hürden. Am zweiten Tag des Schnellschachturniers, am Samstag zuvor, remisierte er gegen Frankreichs Maxime Vachier-Lagrave und verlor dann gegen Artemiev. Frustriert schob Carlsen eine Kamera weg, als er die Veranstaltung verließ. Zurückblickend auf diese Rückschläge sagte er später dem norwegischen Sender NRK: «Wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich einfach froh, dass ich es gedreht habe.» Er beschrieb die schwachen Leistungen als Ausreißer: «Diese zwei Partien waren so anders als alles andere, was ich im Turnier gemacht habe. Sie waren so losgelöst von der Realität, dass es total peinlich war.» Trotz des emotionalen Tiefs näherte sich Carlsen dem Sieg pragmatisch. «Ich bin nicht hier voller Emotionen oder Erleichterung. Ich sehe es eher als gut erledigte Arbeit», sagte er nach dem Sieg. Dieser Schnellschach-Titel erhöht seine beeindruckende Sammlung auf insgesamt 19 Weltmeistertitel.