Nodirbek Abdusattorov aus Usbekistan gewann das Tata Steel Chess Masters-Turnier 2026 in Wijk aan Zee, Niederlande, und sicherte sich den alleinigen ersten Platz mit 9 Punkten aus 13 Partien nach dem Sieg gegen Indiens Arjun Erigaisi in der Finalrunde. Landsmann Javokhir Sindarov wurde Zweiter mit 8,5 Punkten und unterstrich damit die starke Leistung Usbekistans. Indiens Topspieler, einschließlich Weltmeister D Gukesh, kämpften schwer, Gukesh landete geteilt auf dem achten Platz mit 6,5 Punkten.
Das Tata Steel Chess-Turnier 2026, eines der prestigeträchtigsten Events außerhalb des Weltmeisterschaftszyklus, endete am 2. Februar in der niederländischen Stadt Wijk aan Zee. Im Masters-Feld sicherte sich der 21-jährige Großmeister Nodirbek Abdusattorov aus Taschkent seinen ersten Titel nach drei vorherigen Beinahesiegen mit 9 Punkten aus 13 Partien. Sein Schlüssel-Sieg kam in der Finalrunde gegen Indiens Arjun Erigaisi und bestätigte seine Führung im Feld. Abdusattorovs Landsmann Javokhir Sindarov holte Silber mit ungeschlagenen 8,5 Punkten, nach seinem FIDE-Weltpokal-Sieg in Goa Monate zuvor. Dieser 1-2-Finish für Usbekistan unterstreicht den aufstrebenden Dominanzstatus des Landes im Schach, besonders gegenüber Indien, das kürzlich mit Wunderkindern wie Gukesh und Praggnanandhaa R. dominierte. Indien schickte vier Spieler: Gukesh, Praggnanandhaa, Erigaisi und Aravindh Chithambaram. Weltmeister Gukesh teilte den achten Platz mit 6,5 Punkten mit Anish Giri und Vladimir Fedoseev und remisierte sein letztes Spiel gegen Vincent Keymer. Praggnanandhaa erzielte 5,5 Punkte, Erigaisi und Chithambaram je 4,5 und landeten nahe am Tabellenende. Die indische Mannschaft verlor insgesamt 69 Ratingpunkte während des Events, ein starker Kontrast zu ihrem Tiebreak-Kampf um den Titel vor einem Jahr. Das Ergebnis schürt eine brodelnde Rivalität. Usbekistan besiegte Indien überraschend bei der Schach-Olympiade 2022 in Chennai, nur damit Indien 2024 in Budapest Gold zurückholte. Das nächste Kapitel spielt sich in Samarkand ab, wo Indien seinen Titel auf usbekischem Boden verteidigt. Live-Rankings nach dem Turnier zeigen Gukesh auf Platz 10 weltweit, Sindarov 11, Erigaisi 12 und Praggnanandhaa 14. Im Challengers-Feld gewann der 15-jährige Amerikaner Andy Woodward mit 10 Punkten, sicherte sich einen Masters-Platz für 2027 und stieg in die Welt-Top-100 auf Platz 89 ein. Der türkische 14-Jährige Yagiz Kaan Erdogmus wurde Siebter in Masters mit 7 Punkten und gewann 18 Ratingpunkte. Amerikaner Hans Niemann teilte den dritten Platz in Masters mit 7,5 Punkten.