Weltmeister Gukesh Dommaraju machte einen schockierenden Fehler in Runde sechs des Tata Steel Chess Turniers, erholte sich aber mit einem Sieg in Runde acht. Der 19-jährige indische Großmeister verlor gegen den Usbeken Nodirbek Abdusattorov nach einem fatalen Zug, der ihm einen Turm kostete. Spieler aus Usbekistan führen nun die Tabelle nach acht Runden.
Das Tata Steel Chess Turnier, oft als Wimbledon des Schachs bezeichnet, findet vom 16. Januar bis 1. Februar in Wijk aan Zee, Niederlande, statt und umfasst 13 Runden in der Masters-Gruppe. In Runde sechs am Freitag schien Indiens 19-jähriger Weltmeister Gukesh Dommaraju auf Remis gegen den Usbeken Nodirbek Abdusattorov nach Zug 36 gerichtet. Ohne Zeitdruck und mit zwei sicheren Optionen spielte Gukesh stattdessen 36...Rg5??, was 37 Qxf6+ und 38 Qxg5+ erlaubte und Abdusattorov einen Turm mit Schach gewann. Der Moment wurde auf Video festgehalten, auf dem Gukesh sein Gesicht in Verzweiflung bedeckt. Dieser Verlust erinnerte an ihr Aufeinandertreffen bei der Olympiade 2022, wo Abdusattorov ebenfalls aus einer schlechteren Position siegte und Usbekistan Gold sicherte. Gukesh verlor auch die nächste Partie in Runde sieben, reagierte aber stark in Runde acht, indem er den Russen Vladimir Fedoseev mit Schwarzen nach 41 Zügen besiegte, inklusive Turmopfer zur erzwungenen Resignation. Mit vier Punkten teilt Gukesh nun mit mehreren Spielern, darunter der Niederländer Anish Giri, der den Leader Abdusattorov in Runde acht überraschte. Abdusattorov hat mit vier Siegen und drei Remis 5,5 Punkte nach Sieg über Deutschlands Vincent Keymer in Runde sieben, aber Niederlage gegen Giri. Sein Landsmann Javokhir Sindarov ist ungeschlagen mit fünf Punkten aus zwei Siegen und sechs Remis. Nach acht Runden führen Abdusattorov (5,5), Sindarov (5) und auf 4,5: US-Amerikaner Hans Niemann, der 14-jährige Türke Yağız Kaan Erdoğmuş und Niederländer Jorden van Foreest. Erdoğmuş beeindruckte durch Sieg über Indiens Weltnummer fünf Arjun Erigaisi in Runde sieben mit Schwarzen mittels Freibauern auf beiden Flanken. Gukesh reflektierte ruhig: „Ich kann nicht mal erklären, wie das passiert ist... Solche Fehler sind vielleicht leichter zu verkraften als etwas Erklärbares. Es passiert einfach… Scheiße passiert!“ Das Turnier geht täglich um 13 Uhr GMT weiter, mit Pausentagen am 26. und 29. Januar, letzter Runde am 1. Februar. Partien live auf lichess, chess.com und offizieller Seite.