In der Bundesliga hat der FSV Mainz 05 einen 1:1-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim erreicht. Der Joker Danny da Costa glich in der 76. Minute ein Eigentor aus, während Dominik Kohr mit seiner neunten Roten Karte einen unrühmlichen Rekord aufstellte. Hoffenheim verpasste so den Sprung auf einen Champions-League-Platz.
Die Partie am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga endete am Freitagabend vor 30.400 Zuschauern in Mainz mit einem 1:1 (1:0). Die TSG Hoffenheim, die zuvor vier Siege in Serie gefeiert hatte, kam im 500. Bundesligaspiel ihres Torhüters Oliver Baumann nicht über das Unentschieden hinaus. Trainer Christian Ilzer ließ erstmals wieder Punkte liegen und verpasste den Aufstieg auf einen Champions-League-Platz.
Nach einem Eigentor von Andreas Hanche Olsen (9. Minute), der eine Flanke aus 14 Metern unglücklich köpfte, sah es lange nach einem Sieg für Hoffenheim aus. Mainz, das bei minus drei Grad Celsius harmlos und ungenau agierte, konnte erst spät kontern. Benedict Hollerbach verpasste eine Freistell-Chance (10. Minute), Fisnik Asllani testete Robin Zentner mit einem Flachschuss (15. Minute). Zur Pause gab es Pfiffe von den Rängen.
Im zweiten Durchgang wurde Mainz zielstrebiger: Philipp Mwene schoss knapp über (58. Minute), Paul Nebel köpfte hoch (66. Minute). Hoffenheim lauerte auf Konter, Tim Lemperle ließ eine Großchance liegen (68. Minute). Dann glich Joker Danny da Costa nach einer Ecke aus dem Getümmel aus (76. Minute) und überwand Baumann an dessen Jubiläumsabend.
In der 88. Minute sah Dominik Kohr nach einem groben Foul an Max Moerstedt die Rote Karte – nach Videobeweis durch Schiedsrichter Sascha Stegemann. Es war Kohrs neunter Platzverweis in der Bundesliga, ein Rekord, der Jens Nowotny und Luiz Gustavo übertrifft. Kapitän Nadiem Amiri kommentierte: „Ganz klar Rote Karte. Die Szene von Dome war nicht so schlau von ihm.“
Mainz bleibt mit sechs Punkten auf einem Abstiegsplatz und wartet seit über zwei Monaten und sieben Spielen auf einen Sieg – den letzten Heim-Dreier gab es in der Vorsaison. Bei Hoffenheim sorgen zudem Querelen in der Führung: Geschäftsführer Markus Schütz und Frank Briel gingen wegen der Affäre um Berater Roger Wittmann, Präsident Jörg Albrecht trat aus gesundheitlichen Gründen zurück, und Sportdirektor Andreas Schicker soll zu Wolfsburg wechseln. Trainer Bo Henriksen hatte das Spiel als „kleinen Neustart“ bezeichnet.