‘The Last Resort’ von Maria Sødahl gewinnt besten nordischen Film in Göteborg

Der Film ‘The Last Resort’ von Maria Sødahl hat den Dragon Award als besten nordischen Film beim Göteborg Film Festival 2026 gewonnen und erhält 400.000 SEK. Die Jury lobte den unerschrockenen Blick auf Grausamkeit und Mitgefühl inmitten des wachsenden Faschismus. Das Festival, das vom 23. Januar bis 1. Februar stattfand, zeigte 266 Filme aus 76 Ländern.

Das Göteborg Film Festival 2026 endete mit ‘The Last Resort’, inszeniert von der norwegischen Filmemacherin Maria Sødahl, die den prestigeträchtigen Dragon Award als besten nordischen Film nach Hause brachte. Der Preis in Höhe von 400.000 SEK (ca. 40.000–41.500 $) zeichnet herausragendes nordisches Kino aus. Die Jury unter Leitung von Joshua Oppenheimer – Regisseur von ‘The Act of Killing’ – zusammen mit Fabrice Aragno, Lia Boysen, Sanna Lenken und Gergely Pálos pries den Film für seine zeitgemäße Auseinandersetzung mit moralischen und politischen Fragen. In ihrer Erklärung hieß es: „Heute, da unsere Welt zum Faschismus neigt und Machtgierige Geschichten nutzen, um die Menschheit in ‚Wir‘ und ‚Sie‘ zu teilen – die unserer Mitgefühl würdig sind und die nicht –, wiederholt sich die Grausamkeit gegenüber dem Außenseiter, bis wir sie als normal ansehen, dann zu unserer Schande als legitim – und schließlich hören wir auf, sie überhaupt zu bemerken. Ein Film wagte es, dieses wichtigste moralische und politische Problem unserer Zeit mit unblinker Ehrlichkeit zu untersuchen und zu zeigen, wie die Gefühllosigkeit, die durch gewohnheitsmäßige Grausamkeit entsteht, uns alle mindert und unsere Beziehungen entleert – sogar zu Partnern und Kindern.“ Sie hoben die „perfekten Darstellungen, ein messerscharf nuanciertes Drehbuch und keine Spur von Sentimentalität“ hervor und nannten ihn einen Spiegel für die Selbstreflexion über Mitschuld an Grausamkeit. ‘The Last Resort’ handelt von einer skandinavischen Familie im Urlaub, die mit der Realität einer Flüchtlingskrise konfrontiert wird und vom Humanismus zur Fremdenfeindlichkeit übergeht. Sødahl, bekannt für autobiografische Werke wie ‘Hope’ mit Stellan Skarsgård, beschrieb ihren neuesten Film als Eröffnung eines „komplexeren Universums“, das international von TrustNordisk vertrieben wird. Produzenten Thomas Robsahm, Sigurd Mikal Karoliussen und Helena Danielsson teilten sich den Preis mit Sødahl und Schauspieler Esben Smed. Weitere Höhepunkte: Adam Lundgren gewann den Besten Schauspieler-Preis für ‘The Quiet Beekeeper’, der auch den Audience Dragon Award holte. ‘Weightless’ von Emilie Thalund erhielt den FIPRESCI-Preis und den Sven-Nykvist-Kamerapreis. Ehren-Drachen gingen an Agnieszka Holland und Noomi Rapace, die ihren Sohn Lev widmete: „Dieser Award ist viel größer als ich... Er hält mich immer zur Rechenschaft, motiviert mich, mutiger zu sein und weiterzugehen.“ Das Festival präsentierte globales Talent, darunter ‘The Chronology of Water’ von Kristen Stewart und ‘Hamnet’ von Chloé Zhao.

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